Archiv für Juli 2010

Wassermangel in Deutschland

Mittwoch, 28. Juli 2010

Durch die anhaltenden heißen Temperaturen hat sich die Nachfrage nach Mineralwasser in Deutschland verdreifacht. „Normalerweise werden an den Mineralbrunnen täglich im Schnitt 600.000 Flaschen abgefüllt, im Moment werden aber 1,8 Millionen Flaschen gefordert“, sagte der Vorsitzende des Verbands des Deutschen Getränke-Einzelhandels, Sepp Gail, auf DAPD-Anfrage. Es werde in drei Schichten gearbeitet, um die Nachfrage nach Wasser zu bedienen.

Einige Getränkemärkte verzeichnen Gail zufolge bereits Engpässe. Es gebe zwar generell genug Ware, Schwierigkeiten bereite aber vielmehr die Lieferung. „Das größte Problem liegt beim Frachtraum. Die Ware ist da, die Arbeiter auch, aber es gibt nicht genug Lkw, mit denen die Getränke ausgeliefert werden können“, erklärte Gail. An den Rampen, an denen die Getränke aufgeladen werden, entstünden Wartezeiten von bis zu fünf Stunden. „Diese Zeit fehlt dann beim Transport und dadurch verschiebt sich alles nach hinten“, fügte Gail hinzu.

Einsparpotential innerhalb der nächsten 20 Jahre

Freitag, 23. Juli 2010

Um die Verträglichkeitsprüfung der EU Mitteilung zu Wasserknappheit und Dürre (Juli 2007) zu unterstützen, analysierte Ecologic das Wassereinsparungspotenzial Europas bis 2030. Die Studie beschäftigt sich mit den Einsparungen, die durch technische Maßnahmen ohne bedeutende Veränderungen des menschlichen Verhaltens bzw. der Produktionsweise erreicht werden können. Je nach analysiertem Sektor (Landwirtschaft, Tourismus, Haushalte, Energie und Industrie) wurden Einsparungsmöglichkeiten von bis zu 90% identifiziert.

Das Projekt konzentrierte sich auf zwei Wege, Wassereinsparungen zu erreichen: 1.) durch die Umsetzung von technischen Maßnahmen, die zu einem effizienteren Wasserverbrauch führen und 2.) durch die Änderung von Verbraucherverhalten und Produktionsstrukturen.

Im Bereich Haushalt, Einrichtungen des öffentlichen Sektors und kleine Unternehmen existiert bereits eine breite Palette von Möglichkeiten für technische Wassereinsparungsmaßnahmen.

Leckreduzierung im Wasserversorgungssystem, wassereinsparende Geräte und effizientere Haushaltsgeräte bewirken wichtige Einsparungen von bis zu 60%. Viele dieser wassereinsparenden Technologien können ohne Umstände eingeführt werden. Außerdem verfügen sie über eine kurze Rückzahlungszeit, so dass das Wassersparen auch für private Haushalte und öffentliche Einrichtungen ökonomisch machbar ist. Zudem bietet das Auffangen von Regenwasser das größte Einsparungspotenzial (bis zu 80%), allerdings ist es relativ teuer.

Neue EU-Richtlinie für Umwälzpumpen

Montag, 19. Juli 2010

Umwälzpumpen gibt es beinahe in jedem Haus. Doch kaum jemand kennt ihren Stromverbrauch. Dabei ist eine Umwälzpumpe leicht einer der größten Stromverbraucher im Haushalt. Der Einsatz besonders effizienter Umwälzpumpen spart Energie und CO², und die Verbraucherinnen und Verbraucher können Geld sparen. Deshalb hat die EU-Kommission am 22. Juli 2009 Mindesteffizienzanforderungen an Umwälzpumpen beschlossen: Ab 2013 sollen ineffiziente Umwälzpumpen in zwei Stufen vom Markt verschwinden. Dadurch wird der Stromverbrauch der Privathaushalte EU-weit bis 2020 um 23 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a) sinken. Rund 11 Millionen Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxides lassen sich so vermeiden

Wasser, das knappe Gut

Donnerstag, 15. Juli 2010

Auf der Erde befinden sich ca. 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser. Nur etwa 2,5 Prozent dieses Wassers sind trinkbar, davon sind große Teile für die Menschheit nur schwer oder gar nicht zugänglich. 69 Prozent der globalen Süßwasservorräte sind in Gletschern oder im ewigen Eis gebunden; rund 30 Prozent befinden sich unter der Erde als sauberes Grundwasser. Nur etwa 0,3 Prozent befinden sich relativ leicht zugänglich in Seen und Flüssen. Die verbleibenden 0,7 Prozent bilden Bodenfeuchtigkeit, Grundeis, Dauerfrost und Sumpfwasser.

Der Zugang zu Wasser bestimmt die sozio-ökonomische Entwicklung eines Staates. Wasser ist überlebenswichtig für die Erhaltung und Entwicklung jeder Volkswirtschaft und deshalb auch für das allgemeine Existenzniveau. Verteilungskonflikte um Wasser werden mit wachsender Erdbevölkerung, globaler Erwärmung und zunehmender Verschmutzung aller Voraussicht nach zahlreicher.

Nicht nur deshalb heißt es besser heute als morgen mit der kostbaren Ressource „Wasser“ sinnvoller und effektiver umzugehen.

Geld sparen

Sonntag, 11. Juli 2010

Den Wasserverbrauch ohne merklichen Komfortverlust senken, lässt sich nicht ausschließlich durch  den Erwerb und Einbau von Wasser sparenden Produkten erreichen. Für das WC beispielsweise, gibt es eine einfache und günstige Möglichkeit. So kann man z.B. eine gefüllte Wasserflasche in der WC-Spüle postieren. Durch den Verdrängungseffekt, läuft die Spüle (je nach Flaschengröße) um 0,5-1,5 Liter Wasser weniger voll. So lässt sich auf günstige Art im Jahr richtig viel Wasser und somit auch Geld sparen.

Tropfende Wasserhähne sind reinste Geldverschwendung

Mittwoch, 07. Juli 2010

Das ein tropfender Hahn Wasser und Geld verschwendet, müsste jedem klar sein. Wieviel das aber ist, wissen die meisten aber nicht. Anhand von Durchschnittszahlen wollen wir mal eine Rechnung anstellen.

Wenn wir davon ausgehen, dass ein Wasserhahn alle 3 Sekunden tropft, sind das 20 Tropfen in der Minute. 20 Tropfen in der Minute summieren sich auf etwa 5,7 Liter am Tag. Das sind dann ca. 2080 Liter reines Trinkwasser am Tag.

Nehmen wir nun den Bundesdurchschnitt sowie an Trinkwasserkosten von ca. 2,19 EUR als auch an Abwasserkosten von 2,79 EUR, erhält man einen Gesamtwasserkostenpreis von 4,98 EUR pro m³.

Dieses bedeutet eine jährliche Geldverschwendung von etwa 10,35 EUR.

Seltsame Art des Wassersparens?

Freitag, 02. Juli 2010

Unlängst rief die brasilianische Umweltorganisation „SOS Mata Atlantica“ mit einer unkonventionellen Art zum Wassersparen auf. Ihr Werbespot zeigte animierte Zeichentrickfiguren die zeigen wie es funktioniert. Sie urinieren beim duschen und ein Kinderchor singt dabei fröhlich: „Pinkelt in die Dusche“.

Lt. Mata Atlantica kann ein Haushalt so bis zu 4000 Liter Wasser sparen, wenn jeder diesen Tipp nur einmal am Tag anwendet. 4000 Liter reines Wasser, das dem Regenwald weniger entzogen werden müsse.