Archiv für September 2011

Die Umwelt schonen – Wasser und Geld sparen

Freitag, 30. September 2011

Fast jeder Einwohner Deutschlands ist an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen- ein Luxus, der kaum noch wahrgenommen wird…Auffällig jedoch: Der Preis für Trink- und Abwasser ist in den letzten fünfzehn Jahren um nahezu die Hälfte gestiegen. In dieser Zeit stieg die durchschnittliche Rechnung von 115 Euro auf 171 Euro pro Jahr und Haushaltsmitglied. Eine vierköpfige Familie zahlt demnach zwischen 260 und fast 2000 Euro. Um zwanzig Liter am Tag ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den vergangenen fünfzehn Jahren wegen hoher Wasserpreise und wachsenden Umweltbewusstseins gesunken.

Dennoch fließen pro Einwohner und Tag rund 125 Liter Trinkwasser, davon verbrauchen wir:

32 % des Trinkwassers für die Toilettenspülung

30% zum Baden und Duschen

14 % fürs Wäschewaschen

6 % für Gesicht, Hände und Zähne

6 % zum Geschirrspülen

4 % um Gartenpflanzen zu wässern

3 % zum Putzen

2 % zum Autowaschen

Helfen Sie mit, kostbares Nass zu sparen! Mit einem Strahlregler lassen sich Verbrauch und Kosten von Wasser, sowie Energie an der Waschtisch- und Küchenarmatur auf die Hälfte reduzieren. Eine Spar-Mischdüse drosselt die durchfließende Wassermenge und löst durch Beimengung von Luft den Wasserstrahl in kleine Wassertropfen auf – der Strahl fühlt sich dick und weich an. Mischdüsen widerstehen Kalkablagerungen und funktionieren lange.

Wege aus der Wassernot

Dienstag, 20. September 2011

Die Welternährungsorganisation FAO gibt an, dass 40 Prozent der Welternährung auf der künstlichen Bewässerung von Land basieren- knapp zwei Fünftel von diesen bewässerten Flächen werden wiederum mit Grundwasser feucht gehalten. Dieses Problem erreicht mittlerweile globale Dimensionen.

Der Spiegel der Aquifere, der Grundwasserleiter im Boden sinkt in einigen der heute landwirtschaftlich produktivsten Regionen der Welt stetig ab, da dort zu viel Wasser aus der Tiefe gepumpt wird. (im Weizengürtel im mittleren Westen der USA beispielsweise um bis zu 40 Meter in den vergangenen 50 Jahren)

Hydrologen, wie z.B. Marc Bierkens von der Universität Utrecht verfolgen diesen Trend mit Sorge und sehen dringenden Handlungsbedarf:

„Wir müssen Wege finden, um weniger Wasser zu verbrauchen. Die Bewässerungssysteme müssen effizienter werden. Noch gehen rund 50 bis 70 Prozent des Wassers während des Transports und der Anwendung verloren“

Marc Bierkens hat berechnet, dass derzeit weltweit pro Jahr rund 283 Kubikkilometer mehr an Wasser aqus dem Untergrund gefördert wird, als sich durch versickerndes Oberflächenwasser nachbilden kann. Schließlich fließt das im Übermaß geförderte Grundwasser ins Meer- der Mensch trägt somit direkt zum Anstieg der Meerwasserspiegels bei: rein rechnerisch um rund 0,7 Millimeter pro Jahr. Wasser sparen ließe sich mit besserer Technik wie der Tröpfchenbewässerung- dabei wird das Wasser nicht mehr versprüht, sondern bedarfsgerecht direkt an die Wurzeln der Pflanzen geleitet.

Geld sparen durch Regenwasserspeicher

Dienstag, 06. September 2011

Wenn er in der Zeit, in der es genügend vom Himmel geregnet hat, seinen Regenwasserspeicher randvoll auffüllen konnte, hat der Haus- und Gartenbesitzer in den regenarmen Sommermonaten gut lachen. So muss er in Trockenperioden nicht zusehen, wie kostbares, teures Trinkwasser Cent für Cent und Euro für Euro beim Pflanzengießen in der Erde versickert…

Immer mehr Gartenbesitzer entscheiden sich deshalb für das Sammeln von Regenwasser in „Sparspeichern“. Das Speichervolumen wird von Experten der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. Darmstadt mit 1000 bis 3000 Liter Regenwasser pro Jahr für den durchschnittlichen Verbrauch pro Garten eines Ein- bis Zweifamilienhauses angesetzt.

Speichertanks aus Kunststoff und Zisternen aus Beton lassen sich individuell nach Größe in allen gewünschten Ausführungen planen, um das Regenwasser aufzufangen und dann im Garten und selbst im Haus einzusetzen.

Weitgehend problemlos lassen sich „Sparspeicher“ aufstellen uns installieren. Bei entsprechenden Installationen können Toiletten zum Spülen mit Regenwasser genutzt und auch die Waschmaschine mit Regenwasser betrieben werden.Weiches Wasser wie Regenwasser ist zum Wäschewaschen besonders geeignet, weil die Waschmaschine durch geringere Kalkablagerungen geschont wird und den Einsatz von Waschmitteln reduziert.

Die Fachvereinigung hält noch andere Tipps und Tricks zum Wassersparen für den Haushalt bereit: Beim Händewaschen, Zähneputzen und Rasieren den Hahn abstellen und nicht unnötig weiterlaufen lassen. Der Einbau einer Spül-Stopptaste in die Toilettenspülung und eines Durchlaufreduzierers in alle Wasserhähne trägt maßgeblich dazu bei, den Wasserverbrauchdauerhaft zu senken.

Wasser sparen mit Wasserspeicher

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