Archiv für November 2013

Verbrauchen wir zu wenig Wasser?

Sonntag, 17. November 2013

Unser 100. Artikel beschäftigt sich mit einer für unser Blog recht ungewöhnlichen Frage: Verbrauchen wir zu wenig Wasser? Die Antwort wird auch Sie vielleicht überraschen.
Wasser sparen hat in Deutschland Tradition, das zeigt die aktuelle Verbrauchsstatistik. Nach der verbraucht nämlich jeder Deutsche gut 120 Liter Wasser am Tag. Im Vergleich zu den 80er Jahren eine enorme Verbesserung und auch ein Grund, den Deutschen für ihr sparsames Verhalten zu beglückwünschen. Doch das Wasser Sparen hat auch eine Kehrseite. Kann das sein, sparen wir zu viel Wasser?

Ja – In einem bestimmten und technischen Zusammenhang schon. Denn wie der unten folgende Informationsfilm der Wasserwerk Gelsenkirchen, „Gelsenwasser“, verdeutlicht, bringt das Wasser Sparen nicht nur positive Auswirkungen mit sich.

Ein wirklich sehr informativer und professioneller Film der Gelsenwasser AG der uns Folgendes lehrt: Um einen Prokopf-Verbrauch von Trinkwasser von mehr 200 Liter am Tag zu vermeiden, war einst ein Sparziel formuliert worden. Das Sparziel ist längst erreicht.

Zu wenig Wasserverbrauch ist auch keine Lösung

Erreicht wurde dadurch aber auch eine Art Unterversorgung  der Bewässerungsinfrastruktur. Die Rohre für die Trinkwasserversorgung, bzw. die Abwasserentsorgung sind für wesentlich höhere Verbrauchswerte ausgelegt. Weil diese aber nur noch zu absoluten Spitzenzeiten erreicht werden, bedürfen die Rohre und Leitungen nun regelmäßiger Wartung. So muss Gelsenwasser regelmäßig Leitungen spülen, um das Trinkwasser am Fließen zu halten.

Noch schwerwiegender stellt sich das Ganze beim Abwasser dar, da bei Zeiten nicht mehr genügend Wassermenge für den Abwassertransport zum Klärwerk vorhanden ist. Abwasser ist nämlich nicht druckgeleitet und muss sich sozusagen selbst transportieren. Bei zu wenig Wasser bleibt das Fäkalwasser stehen, entwickelt nicht nur üble Gerüche, sondern greift durch Korrosion die Leitungen an. Die Folge: Spülwagen müssen eingesetzt werden, um die Abwässer wieder in Gang zu bringen – Mit Wasser natürlich.

Gleichzeitig, so gibt der Film zu denken, fällt beispielsweise im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW um ein Vielfaches mehr Regen, als Wasser verbraucht wird. Volle Reservoire, leere Leitungen, wir wollen niemanden zum Wasserverschwender anhalten. Aber ein schlechtes Gewissen müssen wir offenbar auch nicht mehr haben.

Haben Sie auch den Strom auf der Rechnung?

Sonntag, 10. November 2013

Eine heiße Dusche besteht nicht nur aus Wasser, sondern heißem Wasser und das muss unter Energieaufwand erhitzt werden. Das Erhitzen von Wasser verbraucht nichts weiter als blanken Strom und schlägt in den Stromkosten als im wahrsten Sinne durchlaufender Posten zu Buche.

Mehr als ein Drittel des gesamten Wasserverbrauchs entfällt in Deutschland statistisch gesehen auf die Körperpflege. Duschen, Baden, Händewaschen, das alles verbraucht eine ganze Menge Wasser, die größte Menge sogar unter all den Dingen, die in Deutschen Haushalten Wasser verbrauchen. Wir genießen es eben, mit einer erfrischenden Dusche in den Tag zu starten – Aber nicht zu erfrischend, denn erwärmt werden muss das Wasser auch und da kommen nun die Stromkosten ins Spiel.

Der Durchlauferhitzer ist der Übeltäter, denn er verbraucht eine riesige Menge Strom. Zwischen 12 und über 30kW saugen die dezenten kleinen Kästen aus der Stromleitung – in Zahlen 12.000 oder mehr als 30.000 Watt!

Was kostet 10 Minuten heiß duschen?

Zwar sind die Wasserkosten je nach Gemeinde in Deutschland unterschiedlich, doch niedriger als die Stromkosten für den Durchlauferhitzer werden sie allemal sein. Dadurch ergibt sich speziell für Heißwasser eine interessante Gemengelage für die Kostenberechnung, wie ein Beispiel zeigt:
Sie duschen 10 Minuten warm, Ihr Durchlauferhitzer braucht 24kW. Bei einem Stromtarif von 025€ / kWh sind das Stromkosten in Höhe von 1€. So hoch kann der Wasserpreis nicht einmal Ansatzweise steigen. Nehmen wir den aktuellen Berliner Tarif von 2,027 € / Kubikmeter Wasser. Mit diesem Sparduschkopf aus unserem Sortiment verbrauchen Sie nur 8 Liter Wasser pro Duschminute, also 80 Liter in 10 Minuten. Das entspricht Wasserkosten von gut 0,25€.

Zwei Werte, mit denen sich ausgezeichnet rechnen lässt, denn beim Duschen macht das Wasser nur 20% der Kosten aus, den Rest „übernehmen“ die Stromkosten.

Was wir Ihnen damit sagen wollen: Wasser sparen ist gut, Strom sparen auch. Und 10 Minuten muss man ja nicht unbedingt duschen, 8 tun’s ja auch.