Archiv für Februar 2014

Wechseldusche: Hilfreich bei Kreislaufbeschwerden?

Donnerstag, 27. Februar 2014

Die Wechseldusche – Ein probates Mittel gegen Kreislaufkrankheiten. So jedenfalls war früher die Ansicht von Medizinern, doch ist sie noch aktuell? Was steckt hinter dem „Mythos“ Wechseldusche und was bewirkt sie wirklich?

Zunächst einmal, aus der Sicht unseres Wasserspar Blogs, hat die Wechseldusche schon mal einen Effekt: Sie spart Kosten für die Erhitzung des Wassers, etwa durch den Durchlauferhitzer.

Nur die Harten duschen im Wechselbad

Doch darum geht’s ja vorrangig nicht, sondern um die Frage, was die Wechseldusche für die Gesundheit bewirken kann. Das Wesen der Wechseldusche besteht darin, in regelmäßigen Abständen zwischen heißem und kaltem Wasser hin- und herzuwechseln. Der Fachbegriff für diese Methode lautet Hydrotherapie und geht auf die bekannten medizinischen Behandlungsverfahren von Sebastian Kneipp zurück.

Das Ziel dieser Methode der Hydrotherapie ist die Abhärtung der Körperfunktionen durch die verschiedenen Reaktionen auf die stark unterschiedlichen Wassertemperaturen. Dabei kommt es zur Verengung der Hautgefäße bei kaltem Wasser, sowie zur Gefäßerweiterung durch heißes Wasser.

Wechseldusche als vielseitiges Hilfsmittel?

Empfehlenswert ist diese Methode der Wechseldusche vor allem für Menschen, die mit Symptomen wie Ermattungsgefühlen, Schwindel oder regelmäßig absinkendem Blutdruck zu kämpfen haben. Wechselbäder helfen sowohl zur Vorbeugung, wie auch zur Regeneration. Sie können die Atmung und den Kreislauf anregen, sowie auch die Durchblutung der Muskeln.

Grundsätzlich wird die Wechseldusche, wie auch die Methoden der Hydrotherapie der Alternativmedizin zugeordnet. Tatsächlich zeigen Studien, dass wirklich eine Abhärtung, zum Beispiel gegenüber Bronchitis erzielt werden kann. Auch im professionellen Sport (etwa Laufen, Fußball oder Radsport) wird auf die Wechseldusche gesetzt, da diese den Erholungsprozess der Sportler verbessern können.

Als allgemeine therapeutische Methode sind Wechselduschen jedoch nicht anerkannt und sind eher dem Bereich der Körperpflege und der Erholung zugeordnet.

Kein medizinisch-therapeutischer Ansatz, ABER…

Das Gut an der Wechseldusche ist, sie hat eine erholsame Wirkung. Schon unmittelbar danach fühlt man, wie die Frische durch den Körper fließt. Und: Jeder, der eine Dusche hat, kann es machen! Und ganz am Rande sogar Warmwasserkosten sparen.

Legionellen: Wieder ein Fall von Befall

Montag, 24. Februar 2014

Eigentlich finden in der Hagenbachhalle in Schwäbisch Hall nur fröhliche Sportereignisse statt. Zuletzt fanden sich dort aber wohl nicht nur Sportler und Zuschauer, sondern auch Legionellen ein. Der kritische Wert für eine Gesundheitsgefährdung ist laut einem Sprecher der Stadt nicht gegeben, dennoch müssen alle Duschköpfe ausgetauscht werden.

Schon vor gut einem Monat hatten wir bereits über das Thema Legionellen in Duschen berichtet. Da wir von Aguaflux in unserem Wasserspar Blog generell an allen Themen rund ums Wasser interessiert sind, waren wir interessiert, als wir diese Meldung lasen.

Legionellen in der Sporthallen-Dusche

In der Hagenbachhalle, einer Sporthalle in Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg, wurde kürzlich ein erhöhter Legionellenwert festgestellt. Aufgefallen war dies im Zuge einer Routineuntersuchung, die hier alljährlich ansteht. Grund zur Besorgnis besteht nicht, denn, wie ein Sprecher der Stadt sagte, habe die Untersuchung keinen krtischen Wert ergeben.

Wie wird der Legionellen Wert ermittelt?

Der Grenzwert hierfür liegt nämlich bei 10.000 KBE. Was bedeutet eigentlich dieser Wert und seine Einheit? KBE steht für kolonienbildende Einheiten pro 100 Milliliter. Gemessen wird also im Wasser die Anzahl der Legionellen, die – zur Verdeutlichung – in der Wassermenge eines halben Schnapgläschens vorkommt. Ist diese Anzahl von Bakterien niedriger als 10.000 Exemplare, wird nicht von einem kristischen Stadium gesprochen.

Was sind Legionellen?

Doch was macht die Ermittlung der Legionellen-Kulturen so wichtig? Legionellen sind Bakterien, die Legionellose, auch bekannt als Legionärskrankheit, erregen können. Die Bakterien sind zu 90 – 95% aller Fälle für die Erregung der Krankheit verantwortlich, eine Krankheit, die eine im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Lungenentzündung hervorrufen kann. Sogar schwerwiegende Infektionen, etwa der Atemwege oder der Hirnhaut sind in ganz seltenen Fällen möglich.

Entwarnung für die Hagenbachhalle

In Schwäbisch Hall besteht jedoch kein Grund zur Sorge vor solchen Horrorszenarien, da hier nur 2300KBE aus dem Duschkopf kam – Also nicht einmal ein Viertel des kritischen Wertes. Im Wassertank lag der Wert dagegen sogar bei Null! Daher, so die Diagnose, sind wohl nur die Zuleitungen und Duschköpfe belastet. Die Leitungen können durchgespült, die Duschköpfe ausgewechselt werden. Also alles sauber, in der Hagenbachhalle in Schwäbisch Hall.

5 Tipps zum Wassersparen im Bad

Sonntag, 16. Februar 2014
Petra Bork  / pixelio.de

Petra Bork / pixelio.de

Mehr als 125 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsch pro Tag. Ein europäischer Mittelwert, von dem der größte Anteil auf das Konto des Badezimmers geht. In den letzten Jahren wurde der Wasserverbrauch  hierzulande bereits deutlich reduziert, was einerseits dem besseren Umweltbewusstsein, aber auch verbesserten Wasserspargeräten zuzuschreiben ist.

Dennoch: Im Badezimmer wird das meiste Trinkwasser verbraucht, konkret knapp 40 Liter fürs Baden und Duschen und mit gut 35 Litern knapp dahinter die Toilette. Mit einem weiten Abstand (ca. 15 Liter) folgt die Waschmaschine – bei manchen steht sie ja auch im Badezimmer.

40 Liter Duschen und 37 Liter Toilette – Die Top-Wasserverbraucher

Ca. 2/3 des Wasserverbrauchs entsteht im Badezimmer. Die Körperhygiene ist uns Deutschen anscheinend wichtig, sonst wären die Statistiken nicht so eindeutig. Mit fast 40 Litern verbrauchen Deutsche das meiste Wasser am Tag für die Dusche, die Badewanne, bzw. Hände waschen und Zähne putzen. Knapp dahinter folgt die Toilettenspülung – Gut, der Toilettengang ist ja nicht zu vermeiden, mit einer entsprechenden Spülvorrichtung aber deutlich sparsamer gestaltbar.

Und damit beginnen nun auch unsere 5 Tipps zum Wassersparen im Bad:

1. Bis zu 9 Liter Wasser spülen wir im wahrsten Sinne die Toilette herunter. Aktuelle Toilettenspülkästen schaffen Abhilfe und reduzieren mit Hilfe eine zusätzlichen Spültaste auf einen Verbrauch von nur noch 5 Litern pro Spülung. Übers Jahr gesehen sind hier Tausende Liter Ersparnis „drin“.

2. Klar, manchmal ist ein heißes Vollbad einfach schöner. Die Dusche ist aber sparsamer als die Wanne. Eine durchschnittliche Wanne fasst nämlich 200 Liter Wasser. Mit einer solchen Menge des kostbaren guts können Sie gut und gerne 3 – 4 Mal duschen gehen.

3. Mit Wasser laufen die Kosten – Vor allem beim Zähneputzen oder beim Einseifen in der Dusche sammeln wir Kubikmeterweise Wasserkosten an, indem wir den Wasserhahn laufen lassen. Versuchen Sie, sich das abzugewöhnen, es ist gar nicht so schwer und der blick auf die Wasserrechnung dann auch nicht mehr.

4. Nutzen Sie das volle Fassungsvermögen Ihrer Waschmaschine. Für zwei, drei Kleidungsstücke lohnt sich der kostenintensive Betrieb nicht, da können Sie alternativ auch einmal das Waschbecken volllaufen lassen, Waschpulver einstreuen und die Wäsche dort einlegen.

5. Mit technischen Hilfsmittel sparen Sie eine Menge Wasser – Wie zum Beispiel mit einem unserer innovativen Sparduschköpfe oder auch einem Durchflussbegrenzer – Schauen Sie mal im Shop vorbei, Investitionen, die sich auszahlen werden!

Wird Wasser in Israel ungerecht verteilt?

Donnerstag, 13. Februar 2014
Roger Mladek  / pixelio.de

Roger Mladek / pixelio.de

Diese Frage stellte nicht nur Martin Schulz, deutscher EU-Parlamentschef von der SPD, diese Frage ist nun auch in der gesamten Region sehr präsent. Endlich?, kann man fragen, denn nach Aussage des Politikers, der kürzlich in der Knesset, dem Israelischen Parlament, sprach, erhalten Palästinenser wesentlich weniger Trinkwasser als Israelis.

Zunächst einmal sorgte Schulz mit seiner Knesset-Rede für einen Eklat. Sowohl Lob als auch Empörung waren unter den Reaktionen gegenüber dem Deutschen. Der Regierungschef Israles, Netanjahu bezeichnet Schulz‘ Aussagen als „selektiv“.
Doch es regt sich im Nachhinein auch einiges an Widerstand im Allgemeinen gegen die vermeintliche Wasserpolitik des Staates. Die Verhältnisse der Wasserverteilung zwischen Israelis und Palästinensern werden hinterfragt, alle reden nun übers Wasser in Israel.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat einen Stein ins Rollen gebracht, indem er die vermeintlichen Missstände der Wasserverteilung ansprach. Von vielen der so Angegriffenen wird behauptet, die Zahlen seien nicht fundiert und schlichtweg falsch, wie etwa der Israelische Sicherheitsminister Yuval Steinitz, der sagt, die Verhältnisse zwischen israelischen Städtern und palästinensischer Landbevölkerung seien nicht annähernd so drastisch wie durch Schulz skizziert. Auch vor Diskriminierung möchte der Minister sein Land verwahrt wissen.

Die Frage ist, ob die von Steinitz entgegengebrachten Zahlen ihrerseits korrekt sind und alle relevanten Daten miteinbeziehen. So kann man davon ausgehen, dass ländliche Bereiche, vor allem im Westjordanland, wesentlich weniger Wasser zur Verfügung haben, als die 180 Liter pro Tag und pro Kopf, die laut Steinitz in Israel zur Verfügung stehen sollen.

Vielleicht wollte auch Martin Schulz eher diese Undurchsichtigkeit der öffentlich zugänglichen Zahlen andeuten, als er Jugendliche zitierte, mit denen er selbst über das Thema Wassergerechtigkeit gesprochen hatte. Von 70 Litern eines Israeli, bzw. nur 17 Litern eines Palästinensers pro Tag waren die Rede – Auch in Schulz‘ Rede in der Knesset.

Experten sagen, die konkreten Zahlen seien so nicht korrekt, aber die Relation sei tatsächlich gegeben.