Archiv für März 2014

Kids wandern für Wasser

Montag, 31. März 2014

Am 22.03.2014 war Weltwassertag, in einem früheren Artikel berichteten wir darüber. Auch bundesweit fanden überall Aktionen zu diesem denkwürdigen Tag statt, wie zum Beispiel im nordrheinwestfälischen Mühlheim, wo Jugendliche am Weltwassertag auf Wandertour gingen.

Unter dem Motto „Wandern für Wasser“ machten sich rund 200 Schüler aus Mühlheim auf den Weg, um Spenden für das Kinderhilfswerk Global Care zu sammeln. Mit dabei war nicht nur die gute Absicht, sondern alle Schülerinnen und Schüler trugen jeweils drei Liter Wasser in zwei PET-Flaschen mit sich. Die gut 3km lange Wanderstrecke verlief vom Haus Ruhrnatur im Mühlheimer Zentrum, bis zum Aquarius Wassermuseum.

Unter den Teilnehmenden waren neben drei Mühlheimer Schulen auch die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) und der Rotary Club Mühlheim-Uhlenhorst.
Natürlich hatte diese besondere „Wasserwanderung“ auch einen aussagekräftigen Zweck, nämlich die Demonstration der Mühen, die Kinder weltweit auf sich nehmen müssen, um an sauberes, trinkbares Wasser zu gelangen. Dabei haben sie kaum die Gelegenheit, von Bildungsangeboten zu profitieren. Die anvisierten Spenden sollten somit dafür eingesetzt werden, für Kinder in Sambia Brunnen zu errichten und ihnen und ihren Familien den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Insgesamt wurden bei der Wanderung der Schüler in Mühlheim mehr als 600 Liter Wasser vom Haus Ruhrnatur zum Aquarius getragen. Für jeden so transportierten Liter Wasser spendeten die Sponsoren des Aktionstages eine frei wählbare Geldsumme. Diese wurde von den beiden Hauptsponsoren RWW und Rotary Club aufgestockt und durch Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit bezuschusst, sodass sich die Spendensumme am Ende um das Vierfache vergrößert hatte.

Eine großartige Aktion der Schüler aus Mühlheim, sowie der teilnehmenden Unternehmen. Und sicherlich nur eine unter vielen, die insgesamt viele Spendengelder für Wasserprojekte haben fließen lassen. Ein gelungener Weltwassertag also!

 

Wasser sparen im Haushalt

Freitag, 28. März 2014

Insgesamt beläuft sich der Wasserverbrauch eines durchschnittlichen Deutschen auf ca. 125 Liter pro Tag. Diese Zahl verteilt sich auf eine Vielzahl von Verbrauchern, wobei im Badezimmer das meiste Wasser verbraucht wird. Dazu haben wir bereits in einem früheren Artikel Tipps zum Wasser sparen im Bad gegeben. Heute nehmen wir uns die restlichen Verbraucher vor, in anderen Wohnräumen und auch draußen.

Wasser sparen ist überall möglich

Halten Sie sich nur einmal vor Augen, zu welchen Gelegenheiten Sie den Wasserhahn aufdrehen. Wasseranschlüsse gibt es in mehreren Räumen, einem oder zwei Bädern, in der Küche und auch außen haben vor allem Einfamilienhäuser oftmals weitere Wasserhähne. Überall können Sie Wasser sparen, indem Sie im alltäglichen Gebrauch des Wassers einfach einige Verhaltensweisen beherzigen. Der Aufwand ist relativ gering, der Effekt auf der jährlichen Nebenkostenabrechnung kann dafür umso größer sein.

Wasserspar Tipps: Waschen und Spülen

Es ist eigentlich klar, wird aber immer wieder falsch gemacht. Das Beladen von Wasch- und Spülmaschinen hat einen direkten Einfluss auf die Wasserkosten. Wenn Sie nur 90% des Fassungsvermögens ausnutzen, ist jeder 10. Wasch- oder Spülgang verschwendetes Wasser. Gehen Sie also in die Vollen!

Wasserspar Tipps: Gießen und Bewässern

Nicht nur drinnen, auch draußen gibt es viel Potential um Wasser zu sparen. Der beliebte Gartensprenger macht seine Arbeit zwar fleißig und zuverlässig, doch wissen Sie wirklich genau, wie viel Wasser dabei verbraucht wird? Damit dieses Wasser effektiv eingesetzt wird, hier ein guter Garten-Tipp zum Wasser sparen: Gießen Sie in den frühen Morgenstunden, dann ist der Boden viel besser in der Lage, das Wasser aufzunehmen. Und natürlich nicht in der prallen Sonne gießen oder sprengen, denn dann verdunstet das Wasser, bevor es zu den wurzeln vordringen kann.

Wasserspar Tipps: Reparieren und Ersetzen

Wenn ein Wasserhahn leckt oder tropft, reparieren Sie ihn. Der Preis für eine neue Dichtung (ein einfacher Gummi-Ring) liegt im Cent-Bereich und damit deutlich unter den Kosten für einen permanent tropfenden Wasserhahn.
Muss ein Gerät doch einmal ganz ersetzt werden, gut. Eine neue Spülmaschine beispielsweise wird Ihnen wahrscheinlich einen deutlich niedrigeren Wasserverbrauch bescheren, als die Alte!

Ist Wasser ein Menschenrecht?

Freitag, 21. März 2014

In unserem vorigen Artikel zum Weltwassertag 2014 berichteten wir über eine der zahlreichen Initiativen, die das Bewusstsein für die Wasserknappheit in armen Ländern stärken sollen. Anders, als die von der Wasserknappheit arg gebeutelten Länder der Welt, haben wir hier in der EU unsere ganz eigenen Probleme mit der Wasserversorgung. Die Frage, mit der sich die EU-Kommission dieser Tage beschäftigen muss, lautet: Gibt es ein ‚Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung‘?

Grund für die Auseinandersetzung mit dieser Frage ist eine Petition, die von bisher knapp 1,7 Millionen Menschen in Europa unterzeichnet wurde. Es ist die erste Europäische Petition dieser Größenordnung, eine erste gemeinsame Bürgerinitiative von internationalem Ausmaß. Eine erfreuliche demokratische Erscheinung, die dennoch zeigt, dass sich auch hierzulande Menschen sorgen um die Wasserversorgung machen müssen.

Wasserversorgung aus öffentlicher Hand kann nicht EU-Vorschrift sein

Die Reaktion der EU-Kommission folgte mit einer Abfuhr. Die Ablehnung durch die Kommissare lautet, die EU könne keine „Gesetzgebung vorschlagen, die die Mitgliedsstaaten verpflichtet zu sagen, dass Wasser ein Menschenrecht ist.“

Heißt im Klartext, die Nationalregierungen müssen sich mit dieser Kausa auseinandersetzen, auf Europäischer Ebene wird es keinen allgemein gültigen Beschluss zur Wasserversorgung geben.

Trotzdem will die Kommission die Besorgnis der EU-Bürger nicht ignorieren. So wurden Pläne bekanntgegeben, nach denen eine Revision der EU-Wasserrichtlinien vorgesehen seien, zum Beispiel was die Inhaltsstoffe des Trinkwassers in den EU-Staaten angeht.

 

Zudem gibt die Kommission bekannt, dass bestimmte Wasserengpässe in Ost- und Südeuropäischen Landstrichen mit geringer Bevölkerungsdichte durchaus bekannt seien.

Auch weiterführenden Petitionsforderungen kann nicht entsprochen werden

Die Petition forderte zudem, die Entliberalisierung der Wasserwirtschaft, doch auch hier kann die EU-Kommission dem Bürgerbegehr nicht entsprechen. Der Grund: Erst im letzten Jahr hatte man die Wasserversorgung aus seiner Richtlinie entfernt, die öffentliche Ausschreibungen regeln soll. Dies war als Reaktion auf die Angst vor der Privatisierung der Wasserversorgung geschehen.

Den Unterzeichnern der Petition werden die Reaktionen der EU-Kommission sicherlich kaum genügen, soweit ist sich Brüssel sicher. Neue Gesetzesvorlagen wird es nicht geben, in einer Erklärung will man das weitere Vorgehen darlegen.

Weltwassertag 2014

Dienstag, 18. März 2014

Am 22.03. ist wieder Weltwassertag. Es ist der 22. Weltwassertag, ein Gedenktag an die vielen Millionen Menschen weltweit, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, an die Tausenden Kinder, die täglich aus diesem Grund sterben und an die Möglichkeit, diese Zustände durch Spenden zu verbessern.

1992 hat die UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro den Weltwassertag als eine besondere Resolution hervorgebracht. Es soll der Opfer der Wasserknappheit gedacht werden und es sollen Hilfen bereitgestellt werden, um die kritischen Umstände etwas erträglicher zu machen.

Hier können auch Sie spenden

Wasserspenden am Weltwassertag – Nur ein Tropfen auf dem heißen Stein?

Wie jedes Jahr wird auch am Weltwassertag 2014 vor allem der Menschen gedacht, die in fernen Ländern wenig oder gar kein Wasser zur Verfügung haben. Denn hier, bei uns in Europa beispielsweise, ist das Gefühl knappen Wassers weitgehend unbekannt. Um das Bewusstsein der so genannten „Ersten Welt“ gegenüber der Wasserprobleme der „Dritten Welt“ zu stärken, gibt es den Weltwassertag.

Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Dreh den Hahn auf“, zu dem wir auch folgendes Video entdeckt haben:

Begleitet wird der Weltwassertag 2014 von der Kampagne „5 Dörfer in 5 Tagen“. Dabei soll Menschen in Uganda und Kambodscha durch Geldspenden geholfen werden, Zugang zu frischem Trinkwasser zu erhalten. Denn aktuelle Studien beweisen, dass fast 1 Milliarde Menschen eben nicht mit sauberem Trinkwasser versorgt werden und das knapp 2000 Kinder täglich auf Grund dieses Mangels sterben.

Die Geldspenden für die Kampagne „5 Tage, 5 Dörfer“ kommen direkt den Betroffenen Menschen in Afrika und Asien zu Gute.

Das bewirken Sie, wenn sie am Weltwassertag spenden:

40€: Finanzierung von Schulungsmaterial und Gesundheitskursen

100€: Für die Ausstattung einer Familie mit einem Bio-Sand-Wasserfilter, der sauberes Trinkwasser produziert.

150€: 50 Familien erhalten Kanister und Zubehör für die Lagerung und den Transport sauberen Wassers.

Eine kleine Spende ist also keinesfalls nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn schon wenig Geld kann vielen helfen. Nur die wenigsten von uns wissen, wie es ist, unter Wassermangel zu leiden. Deshalb gibt es den Weltwassertag – Auch in den nächsten 20 Jahren.