Archiv für Mai 2014

Was ist ein Strahlregler?

Donnerstag, 29. Mai 2014

Viele von uns benutzen ihn, aber nur wenige tun dies bewusst: der Strahlregler, auch Durchflussbegrenzer genannt. Er ist ein nahezu unsichtbar am Wasserhahn angebautes Teil, dass beim Durchfließen des Wassers für veränderte Eigenschaften desselben sorgt. An vielen Wasserhähnen oder Mischarmaturen ist der Strahlregler mittlerweile ganz selbstverständlich angebracht. Sein Effekt fällt uns lediglich auf, wenn wir einen Wasserhahn ohne Strahlregler nutzen.

Der Einfluss auf den Durchfluss

Der Wasserhahn ist eine Armatur, ein Durchflussventil, das bei Öffnung Wasser austreten lässt. Wir nutzen diese Armatur im täglichen Gebrauch, sowohl zur Körperpflege, zum Spülen oder Waschen. Damit dabei nicht permanent unnötig viel Wasser ausfließt, wird der Strahlregler am Wasserhahn angebracht. Er soll somit einen zu hohen Wasserdurchsatz vermeiden und dadurch helfen, Wasser und Energie zu sparen.

Gleichzeitig soll das Wasser durch den Durchflussbegrenzer einen bestmöglichen Strahl gewährleisten. Das heißt, das Wasser wird nicht nur in seiner Durchflussmenge, sondern auch in seiner Haptik beeinflusst. Dazu scheint die Strömungskraft im Gefühl des Nutzers zu steigen, wie auch die gefühlte Temperatur. Das rauschende Geräusch verleiht dem Wasser gleichzeitig eine kräftigere Wirkung.

Verschiedene Durchflussbegrenzer und ihre Nutzen

Diese sind jedoch nicht die einzigen Wirkungen. Manche Durchflussbegrenzer sind auch speziell darauf ausgerichtet, das Durchflussgeräusch des Wassers zu verringern. Andere sind besonders Wasser sparend, Sondermodelle sind so genannte Wassermengenregler.

Aufbau verschiedener Strahlregler

Gängige Strahlregler bestehen aus dem so genannten Mundstück, sowie einem Innenstück mit einer Dichtung. Die Werkstoffe der Durchflussbegrenzer sind entweder Metall oder Kunststoff, wobei Letztere zu einer geringeren Verkalkung neigen. Auch sind sie in der Herstellung flexibler auf die Optimierung des Wasserstrahls auszurichten. Sie sind sehr beliebt im privaten Bereich. An Mischarmaturen mit sehr hoher Reinigungsrate, wie zum Beispiel in Hotels, aber auch im industriellen und gewerblichen Umfeld, setzt man dagegen mehr auf metallische Durchflussbegrenzer, da diese wesentlich robuster sind.

Kann man zu viel Wasser sparen?

Freitag, 16. Mai 2014

Wir von Aguaflux betreiben hier einen Wasser Spar Blog und daran angeschlossen einen Online Shop für Wasserspar-Produkte. Doch kann man auch zu viel Wasser sparen? Eine Frage, die sich jetzt wohl die Bürger von Hamburg stellen. Dort nämlich hat man offenbar so viel Wasser gespart, dass kostbare Nass jetzt noch kostbarer wird.

Niedrigerer Verbrauch, höherer Preis

Eigentlich eine paradoxe Sache: In Hamburg geht man so sorgsam mit dem Trinkwasser um, dass dieses jetzt teurer werden soll. Der Hamburger Wasserversorger Hamburg Wasser meldet nämlich, dass auf Grund zu niedrigern Verbrauchs die Kosten steigen könnten. Und zwar die Kosten für betrieblichen Mehraufwand, denn durch den geringeren Verbrauch steht das Wasser zu lange in den Leitungen. Mit einer erhöhten Standzeit des Wassers in den Leitungen erhöht sich auch der Bedarf an Chlor im Wasser, um Keimbildung vorzubeugen.
Auch müssen Millionen Euro aus der Stadtkasse in das Versorgungsnetz gespült werden, um die Funktionstüchtigkeit der Leitungen zu gewährleisten, wir berichteten bereits in einem früheren Artikel über die Gründe.

Hamburg im Deutschland-Vergleich ganz weit vorn beim Wasserverbrauch:
Der Wasserverbrauch der Hamburger liegt derzeit bei ca. 105 Liter pro Kopf und pro Tag. Damit liegt Hamburg ganz weit vorn im sorgsamen Umgang mit Trinkwasser aus den Leitungen, der bundesdeutsche Schnitt liegt bei ca. 125 Litern.
Doch Hamburg hat noch eine kanalisationstechnische Besonderheit, die sich ebenfalls deutlich bemerkbar machen könnte: Das als Schwemmkanalisation konzipierte Abwassersystem benötigt für den Abtransport der Abwässer eine bestimmte Menge Wasser. Wenn dort zu wenig Wasser fließt, müsste zusätzlich nachgespült werden, um die Ablagerung von Rückständen zu vermeiden. Somit würde das durch die Bürger gesparte Wasser also letztendlich durch die Stadt in die Kanalisation gepumpt, um Gestank zu vermeiden. Den gibt es teilweise jetzt schon und im Jahr 2013 wurden bereits mehr als 500.000€ ausgegeben, um diese zu beseitigen.

Schutzmaßnahmen der Wasserförderung

Montag, 05. Mai 2014

Schon eine Kleinstadt in Deutschland verbraucht täglich Millionen Liter Trinkwasser. Dafür muss im wahrsten Sinne eine Quelle erschlossen sein, wie zum Beispiel Brunnen oder auch Flussuferbereiche. Insbesondere Letztere bedürfen eines umfassenden Schutzes und sind daher in Schutzzonen eingeteilt. Das zukünftige Trinkwasser wird somit schon bei seiner Entstehung geschützt.

Ein konkretes Beispiel sind die Stadtwerke Hilden. Der Ort liegt zwischen Düsseldorf und Köln, sowie bei einem Wasserbedarf von 5 Millionen Litern Trinkwasser am Tag. Grundstoff ist das so genannte Rohwasser, dass für den Verbrauch noch aufbereitet wird. Es stammt zu fast der Hälfte aus Rheinwasser. Dieses wird natürlich nicht einfach aus dem Fluss geschöpft, sondern vom Rheinufer.
Dazu wird das Flusswasser genutzt, das bereits durch Kies und Sand gesickert und in 30 Metern Tiefe zu Grundwasser geworden ist.

Die Schutzzonen der Trinkwassergewinnung an Flüssen

Rund herum gibt es Schutzzonen, die für die Beibehaltung der Wasserreinheit sorgen sollen. Die unmittelbare Umgebung, Schutzzone 1, schließt Umzäunung und Mäharbeiten ein. Durch den kleingehaltenen Pflanzenbewuchs sollen Verunreinigungen sofort erkannt werden.
Die umliegenden Schutzzonen regeln Maßnahmen im größeren Rahmen. So dürfen sich zum Beispiel in Schutzzone 2 keine Betriebe ansiedeln, die für das Grundwasser gefährliche Stoffe verarbeiten.
Schutzzone 3 betrifft zum Beispiel die umliegenden Felder hiesiger Landwirte. Diese dürfen innerhalb der Zone bestimmte Pflanzenschutzmittel nicht auf ihren Feldern einsetzen.

Was kann jeder einzelne zum Wasserschutz beitragen?

Jeder kann einen Beitrag leisten. Anstatt lediglich Verbraucher zu sein, kann man sich darauf besinnen, den Wasserkreislauf nicht im eigenen Haushalt zu kontaminieren. So sollten auf keinen Fall Medikamente oder Farben in der Toilette heruntergespült werden. Auch umweltbewusstes Waschen und Spülen trägt zu einer besseren Wasserqualität bei.