Archiv für September 2014

Anhaltende Dürre in den USA

Montag, 29. September 2014

Wo wir in Deutschland uns Gedanken darüber machen, wie wir noch mehr Wasser sparen können (teilweise grundlos), haben die Menschen im Südwesten der USA ganz andere Sorgen. Sie leiden seit mehreren Jahren unter einer anhaltenden Wasserknappheit, die sich mehr und mehr zu einer nie dagewesenen Dürre-Katastrophe auswächst. Kaum zu glauben in einem Land wie den USA.

Jahre der Dürre belasten auch die Wirtschaft

In den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Hoover-Damm errichtet. Er versorgt die umliegenden Staaten mit Strom, erzeugte aber auch ein gigantisches Wasserreservoire. Während andere, kleinere dieser Reservoirs bereits vollkommen versiegt sind, ist der Stausee am Hoover-Damm natürlich noch immer da. Doch er ist auf dem niedrigsten Wasserstand seit seiner Erschaffung.

Vor allem die naheliegende Großstadt Las Vegas trifft dieser Zustand schwer. Die Bewohner sind von den Wasserreserven vom Staudamm abhängig. Auch würde die Obst- und Gemüseproduktion des gesamten Landes enorm leiden, sollte die Dürre weiterhin in diesem Maße anhalten. Im kalifornischen Central Valley ist die Agrarwirtschaft in ihrer Existenz bedroht.

Mehrere Staaten ohne fließendes Wasser

Doch nicht nur in Kalifornien, auch in anderen Staaten wie Ohio sitzen die Menschen auf dem Trockenen. In manchen Gebieten gibt es noch Trinkwasserflaschen in den Supermärkten. Anderswo nutzen die Menschen das Kondenswasser der Klimaanlagen für die Toilettenspülung. In einigen Regionen müssen die Behörden durch Lieferungen dafür sorgen, dass die US-Bürger nicht verdursten.

Es ist eigentlich unvorstellbar, dass in einem führenden Industrieland wie den USA so etwas möglich ist, doch staatenübergreifend haben Hunderttausende kein fließendes Wasser.

Große kommunale Unterschiede bei Wasserkosten

Donnerstag, 18. September 2014

Wie hoch unsere Wasserkosten sind, das hängt nicht ausschließlich von unserem Wasserverbrauch ab. Auch der bloße Wohnort hat einen großen Einfluss auf den Geldfluss wenn das Wasser fließt. Dabei sind jährliche Unterschiede von mehreren Hundert Euro an Wasserkosten möglich – und das auf kommunaler Ebene!

Beispiele für Wasserpreise aus NRW und Bayern

Aktuelle Fälle von der Wasserkosten-Front zeigen, wie sehr sich die Menschen mit dem kostbaren Nass beschäftigen müssen. Wie ein Beispiel aus Bayern zeigt, können sich teilweise riesige Unterschiede in den Wasserkosten einzelner Kommunen ergeben. Die Preise für Wasser (inklusive Zähler- und Kanalgebühr) variieren extrem. So zahlt man pro Jahr im einen Ort nahe München 520€, 200km weiter nördlich, bei Nürnberg, ist es mit 170€ nur ein Drittel der Wasserkosten!

Gemeinde in NRW beschäftigt sich mit Wasserpreissystem

In Grevenbroich, NRW, erwägt man gerade ein einheitliches Wasserpreissystem. Eine entsprechende Forderung hatte laut RP Online der örtliche Bauverein gestellt. Sicherlich ließen sich so oben skizzierte „bayerische Verhältnisse“ besser vermeiden. Doch vor allem die soziale Komponente in dem neuen System wird von Kritikern angesprochen. Aus Bau- und Wohnvereinen kommt die Befürchtung, das neue System sei unsozial und belaste diejenigen, die ohnehin schon finanziell schwach dastünden.

Das hält die Niederrhein Energie und Wasser (NEW) für falsch, denn ihr Plan solle der Entlastung von Vielverbrauchern – etwa kinderreichen Familien – einleiten und eher Geringverbrauchern mehr Kosten bescheren.
Der hiesige Bauvereinsvorstand kündigte Prüfungen und eventuelle Sammelklagen an.