Archiv für die Kategorie ‘Wasser sparen’

Dürre hält Kalifornien in Atem

Donnerstag, 16. April 2015

In Kalifornien herrscht die schwerste Dürre seit Menschengedenken. Wir hatten ja bereits im Septermber in unserem Wasserspar Blog darüber berichtet, doch anscheinend hat sich die Lage seitdem noch weiter verschlechtert.

3,4 Liter Wasser für eine Mandel

Kalifornien ist Mitglied der zehn größten Wirtschaftskräfte der Welt – Kalifornien alleine! Einen Teil der hiesigen Wirtschaftsleistung stellen landwirtschaftliche Leistungen und Produkte dar, wie zum Beispiel Mandeln. Die aus Kalifornien nämlich decken ca. 90% des Weltbedarfs an Mandeln ab. Ihre Aufzucht verbraucht allerdings eine Menge Wasser, 3,4 Liter für eine einzige Mandel.

Statt schwarzem Gold jetzt durchsichtiges Gold

Doch das Wasser in Kalifornien ist mittlerweile nicht mehr nur knapp, es muss aus den Untiefen der Erde geholt werden, damit wenigstens die Einwohner trinken können. Mandeln sind also eher die geringere Sorge, die die Kalifornier im Moment haben. Aus derzeit 600 Metern Tiefe holt man das Wasser mit Bohrern, die sonst nur für die Suche nach Öl benutzt werden.

Wasserknappheit bringt Obst- und Gemüseexporte zum Erliegen

Wasser ist jetzt wertvoller als Öl, denn es versorgt eine der stärksten landwirtschaftlichen Regionen der Welt: das Central Valley. Es ist riesengroß und eigentlich eher eine Wüstenei. Doch durch künstliche Bewässerung haben die Kalifornier es in eine gigantische Obst- und Gemüseplantage verwandelt, die auch uns Deutsche versorgt.

Historisches Wassersparen in Kalifornien

Diese und weitere Ursachen haben große Folgen. So hat der kalifornische Gouverneur, Jerry Brown, eine Maßnahme ergriffen, die es so in seinem Bundesstaat noch nie gegeben hat. Wegen der starken, anhaltenden Trockenheit in Kalifornien müssen alle Einwohner 25% weniger Wasser verbrauchen. Die Auflage des Wassersparens gilt für alle Städte, Gemeinden, Universitäten, Sportstätten, große Landflächen und auch Grünstreifen dürfen nicht mehr bewässert werden.

Ein wichtiger Nebeneffekt ist dabei auch, das Bewusstsein der Menschen in Kalifornien für die Wassernot zu wecken. Die hatten nämlich bis jetzt – jenseits des Central Valley – noch nicht allzu viel von der historischen Wasserknappheit gesehen.

 

130 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee

Montag, 05. Januar 2015

Wir wünschen unseren Lesern ein frohes neues Jahr 2015! Und? Haben Sie sich auch am 01.01. ganz doll auf ihren Kaffee gefreut? Wir auch, aber wir haben auch eine neue Statistik entdeckt, die einem den Geschmack am „Käffchen“ etwas bitter werden lassen kann. Denn der „versteckte“ Wasserverbrauch soll viel viel höher sein, als wir alle denken.

Der indirekte Wasserverbrauch erreicht sagenhafte Mengen

Bleiben wir mal bei der Tasse Kaffee. Vom viel zitierten koffeinhaltigen Heißgetränk konsumiert jeder Deutsche durchschnittlich 165 Liter pro Jahr. Eine andere Statistik besagt, dass jeder Deutsche 125 Liter Wasser am Tag verbraucht. Doch wie passen diese beiden Werte nun zusammen?

Ohne Ihnen jetzt ein schlechtes Gewissen beim Kaffeetrinken machen zu wollen: Wir schütten immer nur maximal eine Kanne Wasser in die Kaffeemaschine, doch was wir dabei vergessen, ist der indirekte Wasserbedarf, der in den Ländern entsteht, wo der Kaffee herkommt. Das sind Länder wie Brasilien, Vietnam, Kolumbien oder Äthiopien, Länder, in denen das Wasser ohnehin schon knapp ist. Dem gegenüber steht Deutschland als weltweit drittgrößtes Importland für Kaffee.

150 Liter Wasser pro Tasse Kaffee

Wenn wir uns eine Tasse Kaffee aufbrühen, kostet sie indirekt wesentlich mehr als nur die ca. 0,2 Liter Wasser, die pro Tasse durch die Maschine tröpfeln. Grund dafür sind die enormen Wassermengen, die in den Erzeugerländern für die Bewässerung der Plantagen verbraucht werden – obwohl das Trinkwasser eigentlich auch an anderer Stelle sehr benötigt würde.

Nicht nur deutsche Kaffeetrinker verbrauchen viel Wasser

Doch das Problem ist nicht nur auf den deutschen Kaffeegenuss beschränkt. Alle reicheren Importnationen importieren sozusagen die Wasserprobleme der kleineren, ärmeren Exportländer mit. Das gilt nämlich auch für die meisten anderen Agrarprodukte aus ganz verschiedenen Ländern, wie Baumwolle aus Indien oder Tomaten aus Südeuropa.

Umweltschützer sind sich einig, dass nur ein informierter Verbraucher auch ein wählerischer Verbraucher sein kann. Der Fußabdruck des weltumspannenden Wasserverbrauchs, den einige unserer Importprodukte hinterlassen, sollen die Kunden – so die Forderung – durch Informationen auf den Etiketten nachverfolgen können.

Wasser sparen im ganz großen Stil

Donnerstag, 06. November 2014

Studenten aus Großbritannien haben eine Idee, um hunderte Millionen Liter Wasser zu sparen. Damit würden die Briten auch Wasserkosten sparen, die im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen. Wo das Wasser hingeht, liegt ganz daran, wo man zum Wasserlassen hingeht. Die Hintergründe einer unkonventionellen Idee.

Ohne Toilettenspülung Wasser sparen

Zwei Studenten aus England wollen wissen, wie man  Wasserprobleme und gleichzeitig auch finanzielle Probleme in einem Abwasch lösen kann – oder besser einem Spülgang. Denn die beiden jungen britischen Studenten setzen darauf, das stille Örtchen durch viele andere Orte zu ersetzen, die nicht so viel Wasser schlucken, wie die Toilette.

Fast zwei Dutzend olympische Schwimmbecken voll, so eine  Beispielrechnung, würden mit eingespartem Wasser gefüllt, wenn allein die 15.000 Kommilitonen ihrer Universität, der UAE in Norwich, nach ihrem Modell handeln würden. Unter dem Namen „Go With The Flow“ wollen sie ihr Wassersparmodell publik machen, um vielen Menschen beim Wassersparen entscheidende Tipps zu geben.

Q1hy2Nd

Quelle: https://www.facebook.com/npgowiththeflow

Hinter der recht skurrilen Idee, das stille Örtchen an andere Orte zu verlegen, zum Beispiel in die Dusche, stehen einige Zahlen, die gleichwohl nachdenklich machen. Denn eine volle Toilettenspülung kann laut Studie gut und gerne mal 12 Liter Wasser verbrauchen. Hochgerechnet auf das ganze Vereinigte Königreich prophezeien die beiden Wasserspar-Aktivisten eine Wassereinsparpotential von über 800 Millionen Litern! Hinzu würden durch ihr Wassersparmodell auch mehr als eine halbe Milliarden Euro weniger in den Abfluss gespült.

Fragt sich natürlich, wie viele Menschen heute noch keine Sparspülung haben. Dennoch, auch wenn man die Zahlen halbiert, sind sie noch immer gigantisch. Interessant ist auch die Parallele zu Kalifornien, wo, wir berichteten darüber, die Dürre den gesamten Staat an den Rand des Notstands führt.

Wasser sparen durch den Toilettengang in der Dusche? Eine gute Idee – für Sie? Bevor Sie nein sagen, können Sie sich hier auch noch ein wenig mehr über diese besondere Wasserspar-Kampagne informieren.

 

Regenwassernutzung – Bares Geld, das vom Himmel fällt

Dienstag, 29. Juli 2014

Sparduschköpfe, Durchflussbegrenzer, Strahlregler – Bei all den vielen tollen Produktideen zum Wassersparen fällt einem manchmal das Naheliegendste gar nicht auf: Regen. Anstatt stets Ideen zu suchen, das Wasser aus dem Hahn irgendwie sparsamer zu nutzen, kann man doch einfach das Wasser nehmen, das regelmäßig vom Himmel fällt, und zwar gratis.

Im unterirdischen Tank Regenwasser sammeln

Grundsätzlich ist durch die konsequente Regenwassernutzung eine Ersparnis des Wasserverbrauchs um bis zu 50% möglich.

Doch zunächst einmal muss das Regenwasser natürlich aufgefangen werden, schließlich fällt es nicht konzentriert in den Wasserbehälter. Solche kann man bei vielen Online-Shops oder direkt bei den Anbietern kaufen, sie heißen Regenwassertanks.
Sie sind das Herzstück einer jeden modernen Regenwasseranlage, denn in ihnen sammelt sich das Regenwasser an. Die Wassertanks werden in die Erde eingelassen, zum Beispiel im Gartenboden, und werden über Rohre mit dem gesammelten Regenwasser gespeist. Die Sammlung des Regenwassers findet häufig über die Hausdächer statt. Es sind viele verschiedene Volumina möglich, zwischen 1.000 und gigantischen 15.000 Litern Regenwasser.

Viel Fassungsvermögen mit unfassbarer Stabilität

Dank Tank lassen sich viele Tausend Liter Wasser aus der Leitung sparen, die nun nicht mehr bezahlt werden müssen. Ebenfalls sehr hochwertig sind die starken Materialeigenschaften, die moderne Regenwassertanks mit sich bringen. Die Tankhersteller verwenden moderne Stark-Kunststoffe, die nicht nur den Belastungen vom Erdreich standhalten.

Die Regenwassertanks sind begehbar, mit dem PKW befahrbar und einige Exemplare sogar mit dem LKW befahrbar! Damit sind die Wasserspar-Bedürfnisse privater Nutzung ebenso abgedeckt, wie die kostenbewusster Unternehmen.
Die Regenwassernutzung eignet sich vor allem für Anwendungen jenseits der Körperhygiene, also für Waschen, Spülen oder Gartenbewässerung. Gleichwohl gibt es in Sachen Wasserqualität bei den modernen Regenwassertanks kaum Bedenken, sondern Testsieger. Und auch speziell für die Trinkwasserspeicherung gibt es passende Exemplare.

Kann man zu viel Wasser sparen?

Freitag, 16. Mai 2014

Wir von Aguaflux betreiben hier einen Wasser Spar Blog und daran angeschlossen einen Online Shop für Wasserspar-Produkte. Doch kann man auch zu viel Wasser sparen? Eine Frage, die sich jetzt wohl die Bürger von Hamburg stellen. Dort nämlich hat man offenbar so viel Wasser gespart, dass kostbare Nass jetzt noch kostbarer wird.

Niedrigerer Verbrauch, höherer Preis

Eigentlich eine paradoxe Sache: In Hamburg geht man so sorgsam mit dem Trinkwasser um, dass dieses jetzt teurer werden soll. Der Hamburger Wasserversorger Hamburg Wasser meldet nämlich, dass auf Grund zu niedrigern Verbrauchs die Kosten steigen könnten. Und zwar die Kosten für betrieblichen Mehraufwand, denn durch den geringeren Verbrauch steht das Wasser zu lange in den Leitungen. Mit einer erhöhten Standzeit des Wassers in den Leitungen erhöht sich auch der Bedarf an Chlor im Wasser, um Keimbildung vorzubeugen.
Auch müssen Millionen Euro aus der Stadtkasse in das Versorgungsnetz gespült werden, um die Funktionstüchtigkeit der Leitungen zu gewährleisten, wir berichteten bereits in einem früheren Artikel über die Gründe.

Hamburg im Deutschland-Vergleich ganz weit vorn beim Wasserverbrauch:
Der Wasserverbrauch der Hamburger liegt derzeit bei ca. 105 Liter pro Kopf und pro Tag. Damit liegt Hamburg ganz weit vorn im sorgsamen Umgang mit Trinkwasser aus den Leitungen, der bundesdeutsche Schnitt liegt bei ca. 125 Litern.
Doch Hamburg hat noch eine kanalisationstechnische Besonderheit, die sich ebenfalls deutlich bemerkbar machen könnte: Das als Schwemmkanalisation konzipierte Abwassersystem benötigt für den Abtransport der Abwässer eine bestimmte Menge Wasser. Wenn dort zu wenig Wasser fließt, müsste zusätzlich nachgespült werden, um die Ablagerung von Rückständen zu vermeiden. Somit würde das durch die Bürger gesparte Wasser also letztendlich durch die Stadt in die Kanalisation gepumpt, um Gestank zu vermeiden. Den gibt es teilweise jetzt schon und im Jahr 2013 wurden bereits mehr als 500.000€ ausgegeben, um diese zu beseitigen.

Wasser sparen im Haushalt

Freitag, 28. März 2014

Insgesamt beläuft sich der Wasserverbrauch eines durchschnittlichen Deutschen auf ca. 125 Liter pro Tag. Diese Zahl verteilt sich auf eine Vielzahl von Verbrauchern, wobei im Badezimmer das meiste Wasser verbraucht wird. Dazu haben wir bereits in einem früheren Artikel Tipps zum Wasser sparen im Bad gegeben. Heute nehmen wir uns die restlichen Verbraucher vor, in anderen Wohnräumen und auch draußen.

Wasser sparen ist überall möglich

Halten Sie sich nur einmal vor Augen, zu welchen Gelegenheiten Sie den Wasserhahn aufdrehen. Wasseranschlüsse gibt es in mehreren Räumen, einem oder zwei Bädern, in der Küche und auch außen haben vor allem Einfamilienhäuser oftmals weitere Wasserhähne. Überall können Sie Wasser sparen, indem Sie im alltäglichen Gebrauch des Wassers einfach einige Verhaltensweisen beherzigen. Der Aufwand ist relativ gering, der Effekt auf der jährlichen Nebenkostenabrechnung kann dafür umso größer sein.

Wasserspar Tipps: Waschen und Spülen

Es ist eigentlich klar, wird aber immer wieder falsch gemacht. Das Beladen von Wasch- und Spülmaschinen hat einen direkten Einfluss auf die Wasserkosten. Wenn Sie nur 90% des Fassungsvermögens ausnutzen, ist jeder 10. Wasch- oder Spülgang verschwendetes Wasser. Gehen Sie also in die Vollen!

Wasserspar Tipps: Gießen und Bewässern

Nicht nur drinnen, auch draußen gibt es viel Potential um Wasser zu sparen. Der beliebte Gartensprenger macht seine Arbeit zwar fleißig und zuverlässig, doch wissen Sie wirklich genau, wie viel Wasser dabei verbraucht wird? Damit dieses Wasser effektiv eingesetzt wird, hier ein guter Garten-Tipp zum Wasser sparen: Gießen Sie in den frühen Morgenstunden, dann ist der Boden viel besser in der Lage, das Wasser aufzunehmen. Und natürlich nicht in der prallen Sonne gießen oder sprengen, denn dann verdunstet das Wasser, bevor es zu den wurzeln vordringen kann.

Wasserspar Tipps: Reparieren und Ersetzen

Wenn ein Wasserhahn leckt oder tropft, reparieren Sie ihn. Der Preis für eine neue Dichtung (ein einfacher Gummi-Ring) liegt im Cent-Bereich und damit deutlich unter den Kosten für einen permanent tropfenden Wasserhahn.
Muss ein Gerät doch einmal ganz ersetzt werden, gut. Eine neue Spülmaschine beispielsweise wird Ihnen wahrscheinlich einen deutlich niedrigeren Wasserverbrauch bescheren, als die Alte!

5 Tipps zum Wassersparen im Bad

Sonntag, 16. Februar 2014
Petra Bork  / pixelio.de

Petra Bork / pixelio.de

Mehr als 125 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsch pro Tag. Ein europäischer Mittelwert, von dem der größte Anteil auf das Konto des Badezimmers geht. In den letzten Jahren wurde der Wasserverbrauch  hierzulande bereits deutlich reduziert, was einerseits dem besseren Umweltbewusstsein, aber auch verbesserten Wasserspargeräten zuzuschreiben ist.

Dennoch: Im Badezimmer wird das meiste Trinkwasser verbraucht, konkret knapp 40 Liter fürs Baden und Duschen und mit gut 35 Litern knapp dahinter die Toilette. Mit einem weiten Abstand (ca. 15 Liter) folgt die Waschmaschine – bei manchen steht sie ja auch im Badezimmer.

40 Liter Duschen und 37 Liter Toilette – Die Top-Wasserverbraucher

Ca. 2/3 des Wasserverbrauchs entsteht im Badezimmer. Die Körperhygiene ist uns Deutschen anscheinend wichtig, sonst wären die Statistiken nicht so eindeutig. Mit fast 40 Litern verbrauchen Deutsche das meiste Wasser am Tag für die Dusche, die Badewanne, bzw. Hände waschen und Zähne putzen. Knapp dahinter folgt die Toilettenspülung – Gut, der Toilettengang ist ja nicht zu vermeiden, mit einer entsprechenden Spülvorrichtung aber deutlich sparsamer gestaltbar.

Und damit beginnen nun auch unsere 5 Tipps zum Wassersparen im Bad:

1. Bis zu 9 Liter Wasser spülen wir im wahrsten Sinne die Toilette herunter. Aktuelle Toilettenspülkästen schaffen Abhilfe und reduzieren mit Hilfe eine zusätzlichen Spültaste auf einen Verbrauch von nur noch 5 Litern pro Spülung. Übers Jahr gesehen sind hier Tausende Liter Ersparnis „drin“.

2. Klar, manchmal ist ein heißes Vollbad einfach schöner. Die Dusche ist aber sparsamer als die Wanne. Eine durchschnittliche Wanne fasst nämlich 200 Liter Wasser. Mit einer solchen Menge des kostbaren guts können Sie gut und gerne 3 – 4 Mal duschen gehen.

3. Mit Wasser laufen die Kosten – Vor allem beim Zähneputzen oder beim Einseifen in der Dusche sammeln wir Kubikmeterweise Wasserkosten an, indem wir den Wasserhahn laufen lassen. Versuchen Sie, sich das abzugewöhnen, es ist gar nicht so schwer und der blick auf die Wasserrechnung dann auch nicht mehr.

4. Nutzen Sie das volle Fassungsvermögen Ihrer Waschmaschine. Für zwei, drei Kleidungsstücke lohnt sich der kostenintensive Betrieb nicht, da können Sie alternativ auch einmal das Waschbecken volllaufen lassen, Waschpulver einstreuen und die Wäsche dort einlegen.

5. Mit technischen Hilfsmittel sparen Sie eine Menge Wasser – Wie zum Beispiel mit einem unserer innovativen Sparduschköpfe oder auch einem Durchflussbegrenzer – Schauen Sie mal im Shop vorbei, Investitionen, die sich auszahlen werden!

Dürre in Kalifornien – Einwohner müssen Wasser sparen

Samstag, 18. Januar 2014

La-Liana / pixelio.de

Wasser sparen – Was viele Menschen hierzulande aus Umweltbewusstsein tun, muss im US-Bundesstaat Kalifornien zur Zeit aus purer Wasserknappheit getan werden. Jerry Brown, der Gouverneur des Staates, rief für Kalifornien den Notstand wegen Wasserknappheit aus und rief alle Einwohner auf, das kostbare, flüssige gut so gut wie möglich zu sparen.

Um 20%, so empfahl das politische Oberhaupt Kaliforniens dringend, solle jeder Bürger den Wasserverbrauch senken. Seit Monaten leidet der Staat unter Trockenheit, so sehr, wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Grund ist nicht nur die gewohnte Wärme, sondern der ausgefallene Winterniederschlag. Die Wasserreserven Kaliforniens sind so gut wie aufgebraucht und selbst die sonst verschneiten Gipfel der Sierra Nevada sind fast schneefrei. Eigentlich sind die Kalifornier im Sommer auf das Wasser aus der Schneeschmelze angewiesen.

Ganz Kalifornien liegt auf dem Trockenen – Feuer breiten sich aus

Wie ernsthaft und weitreichend das Problem ist, zeigen zwei Satellitenaufnahmen von Kalifornien aus dem Januar 2013, verglichen mit einer aktuellen Aufnahme. Darauf sind die nahezu schneefreien Gipfel der Gebirgskette im Osten Kaliforniens zu sehen, sowie die sonst grüne kalifornische Ebene, die jetzt von der Wasserknappheit gezeichnet ist. Schon im Jahr 2009 hatte der damalige Gouverneur Schwarzenegger den Notstand ausrufen müssen.

Auch die Gefahr für Waldbrände steigt natürlich bei einer derartigen Dürre um ein Vielfaches an. So wüteten diese Woche in der Nähe von Los Angeles großflächige Feuer, die Wohngebiete in der Peripherie der Millionenmetropole bedrohen. Die Brände war Donnerstag bei einer Kleinstadt östlich von Los Angeles ausgebrochen und hat seitdem mehrere Quadratkilometer Wald zerstört, zusätzlich angetrieben von starken Winden.

Dass Dürre und Brände miteinander einhergehen, ist man nicht nur in Los Angeles gewohnt. Eine Gewohnheit, die das Löschen von Bränden mit dem ohnehin schon sehr knappen Wasser jedoch auch nicht leichter macht. Es könnte eines der trockensten Jahre in Kalifornien seit sehr langer Zeit werden.

Neues Gadget bringt Wassersparen näher

Dienstag, 03. Dezember 2013

Natürlich ist Wassersparen uns allen ein Wunsch und natürlich helfen wir der Umwelt, wenn wir weniger des kostbaren Gutes verbrauchen. Zwei Gründe, die bisher schon umso mehr Produkte für Wasserersparnis auf den Plan, bzw. den Markt gerufen haben. Ein neues Produkt aus unserem Nachbarland Schweiz geht das Thema auf innovative Weise an.

Wasser sparen ist auch Energie sparen. In unserem Artikel zum Thema Energiekosten für heißes Wasser, hatten auch wir den Zusammenhang zwischen Wasserverbrauch und Energieaufwand angesprochen. Denn warmes Duschen erzeugt wesentlich mehr Strom- als Wasserkosten. Auch der neue Amphiro A1 von der Schweizerischen Amphiro AG denkt derart doppelt mit. Das Gerät ist eine einfache Art, sich des Verbrauches beim Duschen bewusster zu werden.

Dabei setzt der Amphiro A1 nicht auf Druchflussbegrenzung oder Sparduschen, sondern auf pure Information. Er zeigt die Wasser- und Energiekosten direkt beim Duschen an. Eine kleine Animation zeigt zudem einen Eisbären auf einer schmelzenden Eisscholle, sozusagen unser Bio-Gewissen.
Hinter dem kleinen animierten Arktis-Bewohner steckt aber noch mehr. Er stellt die innovative Überprüfung von Verbrauchstrends über das Internet dar, denn Sie können den Amphiro A1 Ihre Verbrauchsdaten an das Internet übermitteln und dort mit anderen Nutzern vergleichen lassen.

Vom virtuellen Wettbewerb um die niedrigsten Verbrauchszahlen nun zu etwas ganz handfestem: Die Montage des Amphiro A1 wurde so einfach wie möglich gestaltet und liegt vom Schwierigkeitsgrad ungefähr beim Anschrauben eines Duschkopfes. Mit einigen einfachen Handgriffen kann die Wasser- und Energiesparanzeige mit dem Eisbären zwischen Schlauch und Kopf angebracht werden; dazu benötigtes Montagezubehör ist im Lieferumfang enthalten.

Beim Duschen mit Amphiro A1 können Sie alsdann die aktuelle Wassertemperatur, sowie die verbrauchten Liter beobachten. So lange der Eisbär noch im Trockenen steht, scheinen Sie kein Umweltsünder zu sein, glaubt man den Unternehmensinformationen zum Amphiro A1. Das Unternehmen verspricht außerdem eine Wasserersparnis von 8500 Litern Trink- und Abwasser, sowie Stromeinsparung von 440kWh. Hier können Sie’s ausprobieren.

 

 

Verbrauchen wir zu wenig Wasser?

Sonntag, 17. November 2013

Unser 100. Artikel beschäftigt sich mit einer für unser Blog recht ungewöhnlichen Frage: Verbrauchen wir zu wenig Wasser? Die Antwort wird auch Sie vielleicht überraschen.
Wasser sparen hat in Deutschland Tradition, das zeigt die aktuelle Verbrauchsstatistik. Nach der verbraucht nämlich jeder Deutsche gut 120 Liter Wasser am Tag. Im Vergleich zu den 80er Jahren eine enorme Verbesserung und auch ein Grund, den Deutschen für ihr sparsames Verhalten zu beglückwünschen. Doch das Wasser Sparen hat auch eine Kehrseite. Kann das sein, sparen wir zu viel Wasser?

Ja – In einem bestimmten und technischen Zusammenhang schon. Denn wie der unten folgende Informationsfilm der Wasserwerk Gelsenkirchen, „Gelsenwasser“, verdeutlicht, bringt das Wasser Sparen nicht nur positive Auswirkungen mit sich.

Ein wirklich sehr informativer und professioneller Film der Gelsenwasser AG der uns Folgendes lehrt: Um einen Prokopf-Verbrauch von Trinkwasser von mehr 200 Liter am Tag zu vermeiden, war einst ein Sparziel formuliert worden. Das Sparziel ist längst erreicht.

Zu wenig Wasserverbrauch ist auch keine Lösung

Erreicht wurde dadurch aber auch eine Art Unterversorgung  der Bewässerungsinfrastruktur. Die Rohre für die Trinkwasserversorgung, bzw. die Abwasserentsorgung sind für wesentlich höhere Verbrauchswerte ausgelegt. Weil diese aber nur noch zu absoluten Spitzenzeiten erreicht werden, bedürfen die Rohre und Leitungen nun regelmäßiger Wartung. So muss Gelsenwasser regelmäßig Leitungen spülen, um das Trinkwasser am Fließen zu halten.

Noch schwerwiegender stellt sich das Ganze beim Abwasser dar, da bei Zeiten nicht mehr genügend Wassermenge für den Abwassertransport zum Klärwerk vorhanden ist. Abwasser ist nämlich nicht druckgeleitet und muss sich sozusagen selbst transportieren. Bei zu wenig Wasser bleibt das Fäkalwasser stehen, entwickelt nicht nur üble Gerüche, sondern greift durch Korrosion die Leitungen an. Die Folge: Spülwagen müssen eingesetzt werden, um die Abwässer wieder in Gang zu bringen – Mit Wasser natürlich.

Gleichzeitig, so gibt der Film zu denken, fällt beispielsweise im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW um ein Vielfaches mehr Regen, als Wasser verbraucht wird. Volle Reservoire, leere Leitungen, wir wollen niemanden zum Wasserverschwender anhalten. Aber ein schlechtes Gewissen müssen wir offenbar auch nicht mehr haben.