Archiv für die Kategorie ‘Wasserkosten’

Wasser sparen im ganz großen Stil

Donnerstag, 06. November 2014

Studenten aus Großbritannien haben eine Idee, um hunderte Millionen Liter Wasser zu sparen. Damit würden die Briten auch Wasserkosten sparen, die im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen. Wo das Wasser hingeht, liegt ganz daran, wo man zum Wasserlassen hingeht. Die Hintergründe einer unkonventionellen Idee.

Ohne Toilettenspülung Wasser sparen

Zwei Studenten aus England wollen wissen, wie man  Wasserprobleme und gleichzeitig auch finanzielle Probleme in einem Abwasch lösen kann – oder besser einem Spülgang. Denn die beiden jungen britischen Studenten setzen darauf, das stille Örtchen durch viele andere Orte zu ersetzen, die nicht so viel Wasser schlucken, wie die Toilette.

Fast zwei Dutzend olympische Schwimmbecken voll, so eine  Beispielrechnung, würden mit eingespartem Wasser gefüllt, wenn allein die 15.000 Kommilitonen ihrer Universität, der UAE in Norwich, nach ihrem Modell handeln würden. Unter dem Namen „Go With The Flow“ wollen sie ihr Wassersparmodell publik machen, um vielen Menschen beim Wassersparen entscheidende Tipps zu geben.

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Quelle: https://www.facebook.com/npgowiththeflow

Hinter der recht skurrilen Idee, das stille Örtchen an andere Orte zu verlegen, zum Beispiel in die Dusche, stehen einige Zahlen, die gleichwohl nachdenklich machen. Denn eine volle Toilettenspülung kann laut Studie gut und gerne mal 12 Liter Wasser verbrauchen. Hochgerechnet auf das ganze Vereinigte Königreich prophezeien die beiden Wasserspar-Aktivisten eine Wassereinsparpotential von über 800 Millionen Litern! Hinzu würden durch ihr Wassersparmodell auch mehr als eine halbe Milliarden Euro weniger in den Abfluss gespült.

Fragt sich natürlich, wie viele Menschen heute noch keine Sparspülung haben. Dennoch, auch wenn man die Zahlen halbiert, sind sie noch immer gigantisch. Interessant ist auch die Parallele zu Kalifornien, wo, wir berichteten darüber, die Dürre den gesamten Staat an den Rand des Notstands führt.

Wasser sparen durch den Toilettengang in der Dusche? Eine gute Idee – für Sie? Bevor Sie nein sagen, können Sie sich hier auch noch ein wenig mehr über diese besondere Wasserspar-Kampagne informieren.

 

Wenn es Streit um Wasserkosten gibt

Freitag, 17. Oktober 2014

Wenn es ums liebe Geld geht, verstehen die meisten keinen Spaß mehr. So ernst wird es zwischen Vermietern und Mietern manchmal, wenn es um die Wasserkosten in der Wohnung geht, vor allem dann, wenn die Wasserkosten scheinbar ungleich verteilt sind. Wir haben einige grundlegende Fragen und Fakten rund um die Wasserkosten zusammengetragen.

Was beachten bei Warmwasserkosten?

Warmes Wasser – wir haben es auch schon in unserem Online Shop für Wassersparer thematisiert – ist sehr viel kostspieliger als kaltes. Denn um das Wasser zu erhitzen, sind relativ hohe Energiemengen nötig. Daher beachten Sie: Die Warmwasserkosten zählen zu den Heizkosten! Der Vermieter muss diesen Posten verbrauchsunabhängig abrechnen, so will es die Heizkostenverordnung. Tut er dies nicht, kann der Mieter eine 15%ige Kürzung seiner Heizkosten erwirken.

Ist ein Wasserzähler Pflicht?

Jedes deutsche Bundesland beantwortet diese Frage für sich selbst. Wasserzähler sind natürlich praktisch, um die individuellen Wasserkosten jedes einzelnen Verbrauchers zu ermitteln, doch es geht auch, wenn er nicht vorhanden ist. In diesem Fall werden die Wasserkosten durch den Versorger ermittelt.
Zwar müssen Wasserzähler regelmäßig geeicht werden, doch sicher ist, dass sie helfen, eine ganze Menge Streit um die Wasserkosten zu vermeiden.

Wie funktioniert die Wasserkosten Umlage?

Der Vermieter hat hier zwei Modelle zur Auswahl. Er kann entweder nach Wohnfläche und der Anzahl der Bewohner die Wasserkosten ermitteln. Wenn dieser Wasserkosten Verteilerschlüssel nicht vorliegt, werden die schieren Quadratmeterzahlen der Wohnung zu Grunde gelegt. Hier kommt oft ein Ungerechtigkeitsdenken auf bei Slleinstehdnen in großen Wohnungen, sprich „Warum habe ich alleine mehr Wasserkosten, als die 4-köpfige Familie?“.

Zusätzlich zu den reinen Kosten für den Wasserverbrauch werden diesen so genannten „umlegbaren Betriebskosten“ auch Gelder für die Technik hinzuaddiert. Dies betrifft zum Beispiel eine Wasseruhr oder eine eventuell vorhandene Aufbereitungsanlage. Zudem fließen auch die Entwässerung, Kanalgebühren, sowie Reinigungs- und Kläranlagenkosten mit in die allgemeinen Wasserkosten ein.

Große kommunale Unterschiede bei Wasserkosten

Donnerstag, 18. September 2014

Wie hoch unsere Wasserkosten sind, das hängt nicht ausschließlich von unserem Wasserverbrauch ab. Auch der bloße Wohnort hat einen großen Einfluss auf den Geldfluss wenn das Wasser fließt. Dabei sind jährliche Unterschiede von mehreren Hundert Euro an Wasserkosten möglich – und das auf kommunaler Ebene!

Beispiele für Wasserpreise aus NRW und Bayern

Aktuelle Fälle von der Wasserkosten-Front zeigen, wie sehr sich die Menschen mit dem kostbaren Nass beschäftigen müssen. Wie ein Beispiel aus Bayern zeigt, können sich teilweise riesige Unterschiede in den Wasserkosten einzelner Kommunen ergeben. Die Preise für Wasser (inklusive Zähler- und Kanalgebühr) variieren extrem. So zahlt man pro Jahr im einen Ort nahe München 520€, 200km weiter nördlich, bei Nürnberg, ist es mit 170€ nur ein Drittel der Wasserkosten!

Gemeinde in NRW beschäftigt sich mit Wasserpreissystem

In Grevenbroich, NRW, erwägt man gerade ein einheitliches Wasserpreissystem. Eine entsprechende Forderung hatte laut RP Online der örtliche Bauverein gestellt. Sicherlich ließen sich so oben skizzierte „bayerische Verhältnisse“ besser vermeiden. Doch vor allem die soziale Komponente in dem neuen System wird von Kritikern angesprochen. Aus Bau- und Wohnvereinen kommt die Befürchtung, das neue System sei unsozial und belaste diejenigen, die ohnehin schon finanziell schwach dastünden.

Das hält die Niederrhein Energie und Wasser (NEW) für falsch, denn ihr Plan solle der Entlastung von Vielverbrauchern – etwa kinderreichen Familien – einleiten und eher Geringverbrauchern mehr Kosten bescheren.
Der hiesige Bauvereinsvorstand kündigte Prüfungen und eventuelle Sammelklagen an.