Hydraulic Fracturing – genannt Fracking

Die Internationale Energieagentur schätzt, dass weltweit rund 921 Billionen Kubikmeter unkonventionellen Gases im Erdreich verborgen sind – fünfmal so viel wie in konventionellen Vorkommen. Andere Expertern gehen von noch größeren Mengen aus.
„Fracking“ – überall, wo in Deutschland mit dieser Technologie Gasvorkommen erschlossen werden sollen, bricht ein Proteststurm los. Aus gutem Grund: Um an das Gas zu gelangen, wird mit einem hochgiftigen Chemie-Cocktail und unter hohem Druck Gestein aufgesprengt. Fracking birgt Risiken, die bislang kaum untersucht sind – vor allem für das Trinkwasser.
Zum Hintergrund:
Der beim Fracking eingesetzte Chemie-Cocktail ist eine Gefahr für unser Trinkwasser. Zudem fallen große Mengen giftiges Abwasser an. Studien zu den Langzeitfolgen fehlen bislang völlig. Ein Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums warnt vor erheblichen Risiken und empfiehlt, Fracking nur unter strengen Auflagen zu erlauben.
Bislang wird Fracking über das Bundesberggesetz geregelt. Das ist aber hoffnungslos veraltet. Trotzdem drückt sich die Bundesregierung davor, aktiv zu werden. Deshalb will Nordrhein-Westfalen einen Beschluss des Bundesrats herbeiführen und das zuständige Wirtschaftsministerium auffordern, Fracking nur noch nach strengen Umweltverträglichkeitsprüfungen erlauben. Außerdem fordern mehrere Länder eine Erklärung der Kammer, dass wassergefährdende Fracking-Vorhaben gar nicht mehr genehmigt werden sollen.

In einem Kurz-Gutachten im Auftrag der Landesregierung empfiehlt ein Ingenieur-Konsortium, einer Erdgasförderung mit Fracking nicht zuzustimmen, solange grundlegende Voraussetzungen fehlten. Entscheidend sei die Entwicklung weniger belastender Fracking-Zusätze. In etlichen bisher für die Methode verwendeten Gemischen seien besorgniserregende Zusätze mit sehr giftigen, krebserregenden und erbgutverändernden Eigenschaften festgestellt worden. Völlig ungeklärt sei darüber hinaus die Entsorgung der Lagerstättenwässer und Rückstände.

Insgesamt sei die Datenlage unsicher und Fracking-Erfahrungen aus anderen Ländern – speziell aus den weit vorausgaloppierenden USA – nur sehr eingeschränkt übertragbar. In NRW fehlten noch standortspezifische geologische und hydrochemische Analysen.

„Ohne Akzeptanz keine Förderung“

Die Gutachter empfehlen, vor allem in Wasser- und Heilquellenschutzgebieten, Trinkwasserversorgungszonen sowie im Bereich von Mineralwasservorkommen keinerlei Aktivitäten zur Erschließung der sogenannten unkonventionellen Erdgasvorkommen zuzulassen. Sogar eine radioaktive Strahlenbelastung der Bevölkerung schlossen die Gutachter nicht aus. Diese könne auftreten, wenn Lagerstättenwasser und Rückstände unkontrolliert ins Grundwasser gelangten und über kontaminiertes Trinkwasser und die Nahrungsmittelproduktion aufgenommen würden.

Wir unterstützen die Aktion, unterschreiben auch Sie den Appell:

https://www.campact.de/Stopp-Fracking

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