Wasser sparen im Haushalt

28. März 2014

Insgesamt beläuft sich der Wasserverbrauch eines durchschnittlichen Deutschen auf ca. 125 Liter pro Tag. Diese Zahl verteilt sich auf eine Vielzahl von Verbrauchern, wobei im Badezimmer das meiste Wasser verbraucht wird. Dazu haben wir bereits in einem früheren Artikel Tipps zum Wasser sparen im Bad gegeben. Heute nehmen wir uns die restlichen Verbraucher vor, in anderen Wohnräumen und auch draußen.

Wasser sparen ist überall möglich

Halten Sie sich nur einmal vor Augen, zu welchen Gelegenheiten Sie den Wasserhahn aufdrehen. Wasseranschlüsse gibt es in mehreren Räumen, einem oder zwei Bädern, in der Küche und auch außen haben vor allem Einfamilienhäuser oftmals weitere Wasserhähne. Überall können Sie Wasser sparen, indem Sie im alltäglichen Gebrauch des Wassers einfach einige Verhaltensweisen beherzigen. Der Aufwand ist relativ gering, der Effekt auf der jährlichen Nebenkostenabrechnung kann dafür umso größer sein.

Wasserspar Tipps: Waschen und Spülen

Es ist eigentlich klar, wird aber immer wieder falsch gemacht. Das Beladen von Wasch- und Spülmaschinen hat einen direkten Einfluss auf die Wasserkosten. Wenn Sie nur 90% des Fassungsvermögens ausnutzen, ist jeder 10. Wasch- oder Spülgang verschwendetes Wasser. Gehen Sie also in die Vollen!

Wasserspar Tipps: Gießen und Bewässern

Nicht nur drinnen, auch draußen gibt es viel Potential um Wasser zu sparen. Der beliebte Gartensprenger macht seine Arbeit zwar fleißig und zuverlässig, doch wissen Sie wirklich genau, wie viel Wasser dabei verbraucht wird? Damit dieses Wasser effektiv eingesetzt wird, hier ein guter Garten-Tipp zum Wasser sparen: Gießen Sie in den frühen Morgenstunden, dann ist der Boden viel besser in der Lage, das Wasser aufzunehmen. Und natürlich nicht in der prallen Sonne gießen oder sprengen, denn dann verdunstet das Wasser, bevor es zu den wurzeln vordringen kann.

Wasserspar Tipps: Reparieren und Ersetzen

Wenn ein Wasserhahn leckt oder tropft, reparieren Sie ihn. Der Preis für eine neue Dichtung (ein einfacher Gummi-Ring) liegt im Cent-Bereich und damit deutlich unter den Kosten für einen permanent tropfenden Wasserhahn.
Muss ein Gerät doch einmal ganz ersetzt werden, gut. Eine neue Spülmaschine beispielsweise wird Ihnen wahrscheinlich einen deutlich niedrigeren Wasserverbrauch bescheren, als die Alte!

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Ist Wasser ein Menschenrecht?

21. März 2014

In unserem vorigen Artikel zum Weltwassertag 2014 berichteten wir über eine der zahlreichen Initiativen, die das Bewusstsein für die Wasserknappheit in armen Ländern stärken sollen. Anders, als die von der Wasserknappheit arg gebeutelten Länder der Welt, haben wir hier in der EU unsere ganz eigenen Probleme mit der Wasserversorgung. Die Frage, mit der sich die EU-Kommission dieser Tage beschäftigen muss, lautet: Gibt es ein ‚Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung‘?

Grund für die Auseinandersetzung mit dieser Frage ist eine Petition, die von bisher knapp 1,7 Millionen Menschen in Europa unterzeichnet wurde. Es ist die erste Europäische Petition dieser Größenordnung, eine erste gemeinsame Bürgerinitiative von internationalem Ausmaß. Eine erfreuliche demokratische Erscheinung, die dennoch zeigt, dass sich auch hierzulande Menschen sorgen um die Wasserversorgung machen müssen.

Wasserversorgung aus öffentlicher Hand kann nicht EU-Vorschrift sein

Die Reaktion der EU-Kommission folgte mit einer Abfuhr. Die Ablehnung durch die Kommissare lautet, die EU könne keine „Gesetzgebung vorschlagen, die die Mitgliedsstaaten verpflichtet zu sagen, dass Wasser ein Menschenrecht ist.“

Heißt im Klartext, die Nationalregierungen müssen sich mit dieser Kausa auseinandersetzen, auf Europäischer Ebene wird es keinen allgemein gültigen Beschluss zur Wasserversorgung geben.

Trotzdem will die Kommission die Besorgnis der EU-Bürger nicht ignorieren. So wurden Pläne bekanntgegeben, nach denen eine Revision der EU-Wasserrichtlinien vorgesehen seien, zum Beispiel was die Inhaltsstoffe des Trinkwassers in den EU-Staaten angeht.

 

Zudem gibt die Kommission bekannt, dass bestimmte Wasserengpässe in Ost- und Südeuropäischen Landstrichen mit geringer Bevölkerungsdichte durchaus bekannt seien.

Auch weiterführenden Petitionsforderungen kann nicht entsprochen werden

Die Petition forderte zudem, die Entliberalisierung der Wasserwirtschaft, doch auch hier kann die EU-Kommission dem Bürgerbegehr nicht entsprechen. Der Grund: Erst im letzten Jahr hatte man die Wasserversorgung aus seiner Richtlinie entfernt, die öffentliche Ausschreibungen regeln soll. Dies war als Reaktion auf die Angst vor der Privatisierung der Wasserversorgung geschehen.

Den Unterzeichnern der Petition werden die Reaktionen der EU-Kommission sicherlich kaum genügen, soweit ist sich Brüssel sicher. Neue Gesetzesvorlagen wird es nicht geben, in einer Erklärung will man das weitere Vorgehen darlegen.

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Weltwassertag 2014

18. März 2014

Am 22.03. ist wieder Weltwassertag. Es ist der 22. Weltwassertag, ein Gedenktag an die vielen Millionen Menschen weltweit, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, an die Tausenden Kinder, die täglich aus diesem Grund sterben und an die Möglichkeit, diese Zustände durch Spenden zu verbessern.

1992 hat die UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro den Weltwassertag als eine besondere Resolution hervorgebracht. Es soll der Opfer der Wasserknappheit gedacht werden und es sollen Hilfen bereitgestellt werden, um die kritischen Umstände etwas erträglicher zu machen.

Hier können auch Sie spenden

Wasserspenden am Weltwassertag – Nur ein Tropfen auf dem heißen Stein?

Wie jedes Jahr wird auch am Weltwassertag 2014 vor allem der Menschen gedacht, die in fernen Ländern wenig oder gar kein Wasser zur Verfügung haben. Denn hier, bei uns in Europa beispielsweise, ist das Gefühl knappen Wassers weitgehend unbekannt. Um das Bewusstsein der so genannten „Ersten Welt“ gegenüber der Wasserprobleme der „Dritten Welt“ zu stärken, gibt es den Weltwassertag.

Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Dreh den Hahn auf“, zu dem wir auch folgendes Video entdeckt haben:

Begleitet wird der Weltwassertag 2014 von der Kampagne „5 Dörfer in 5 Tagen“. Dabei soll Menschen in Uganda und Kambodscha durch Geldspenden geholfen werden, Zugang zu frischem Trinkwasser zu erhalten. Denn aktuelle Studien beweisen, dass fast 1 Milliarde Menschen eben nicht mit sauberem Trinkwasser versorgt werden und das knapp 2000 Kinder täglich auf Grund dieses Mangels sterben.

Die Geldspenden für die Kampagne „5 Tage, 5 Dörfer“ kommen direkt den Betroffenen Menschen in Afrika und Asien zu Gute.

Das bewirken Sie, wenn sie am Weltwassertag spenden:

40€: Finanzierung von Schulungsmaterial und Gesundheitskursen

100€: Für die Ausstattung einer Familie mit einem Bio-Sand-Wasserfilter, der sauberes Trinkwasser produziert.

150€: 50 Familien erhalten Kanister und Zubehör für die Lagerung und den Transport sauberen Wassers.

Eine kleine Spende ist also keinesfalls nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn schon wenig Geld kann vielen helfen. Nur die wenigsten von uns wissen, wie es ist, unter Wassermangel zu leiden. Deshalb gibt es den Weltwassertag – Auch in den nächsten 20 Jahren.

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Wechseldusche: Hilfreich bei Kreislaufbeschwerden?

27. Februar 2014

Die Wechseldusche – Ein probates Mittel gegen Kreislaufkrankheiten. So jedenfalls war früher die Ansicht von Medizinern, doch ist sie noch aktuell? Was steckt hinter dem „Mythos“ Wechseldusche und was bewirkt sie wirklich?

Zunächst einmal, aus der Sicht unseres Wasserspar Blogs, hat die Wechseldusche schon mal einen Effekt: Sie spart Kosten für die Erhitzung des Wassers, etwa durch den Durchlauferhitzer.

Nur die Harten duschen im Wechselbad

Doch darum geht’s ja vorrangig nicht, sondern um die Frage, was die Wechseldusche für die Gesundheit bewirken kann. Das Wesen der Wechseldusche besteht darin, in regelmäßigen Abständen zwischen heißem und kaltem Wasser hin- und herzuwechseln. Der Fachbegriff für diese Methode lautet Hydrotherapie und geht auf die bekannten medizinischen Behandlungsverfahren von Sebastian Kneipp zurück.

Das Ziel dieser Methode der Hydrotherapie ist die Abhärtung der Körperfunktionen durch die verschiedenen Reaktionen auf die stark unterschiedlichen Wassertemperaturen. Dabei kommt es zur Verengung der Hautgefäße bei kaltem Wasser, sowie zur Gefäßerweiterung durch heißes Wasser.

Wechseldusche als vielseitiges Hilfsmittel?

Empfehlenswert ist diese Methode der Wechseldusche vor allem für Menschen, die mit Symptomen wie Ermattungsgefühlen, Schwindel oder regelmäßig absinkendem Blutdruck zu kämpfen haben. Wechselbäder helfen sowohl zur Vorbeugung, wie auch zur Regeneration. Sie können die Atmung und den Kreislauf anregen, sowie auch die Durchblutung der Muskeln.

Grundsätzlich wird die Wechseldusche, wie auch die Methoden der Hydrotherapie der Alternativmedizin zugeordnet. Tatsächlich zeigen Studien, dass wirklich eine Abhärtung, zum Beispiel gegenüber Bronchitis erzielt werden kann. Auch im professionellen Sport (etwa Laufen, Fußball oder Radsport) wird auf die Wechseldusche gesetzt, da diese den Erholungsprozess der Sportler verbessern können.

Als allgemeine therapeutische Methode sind Wechselduschen jedoch nicht anerkannt und sind eher dem Bereich der Körperpflege und der Erholung zugeordnet.

Kein medizinisch-therapeutischer Ansatz, ABER…

Das Gut an der Wechseldusche ist, sie hat eine erholsame Wirkung. Schon unmittelbar danach fühlt man, wie die Frische durch den Körper fließt. Und: Jeder, der eine Dusche hat, kann es machen! Und ganz am Rande sogar Warmwasserkosten sparen.

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Legionellen: Wieder ein Fall von Befall

24. Februar 2014

Eigentlich finden in der Hagenbachhalle in Schwäbisch Hall nur fröhliche Sportereignisse statt. Zuletzt fanden sich dort aber wohl nicht nur Sportler und Zuschauer, sondern auch Legionellen ein. Der kritische Wert für eine Gesundheitsgefährdung ist laut einem Sprecher der Stadt nicht gegeben, dennoch müssen alle Duschköpfe ausgetauscht werden.

Schon vor gut einem Monat hatten wir bereits über das Thema Legionellen in Duschen berichtet. Da wir von Aguaflux in unserem Wasserspar Blog generell an allen Themen rund ums Wasser interessiert sind, waren wir interessiert, als wir diese Meldung lasen.

Legionellen in der Sporthallen-Dusche

In der Hagenbachhalle, einer Sporthalle in Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg, wurde kürzlich ein erhöhter Legionellenwert festgestellt. Aufgefallen war dies im Zuge einer Routineuntersuchung, die hier alljährlich ansteht. Grund zur Besorgnis besteht nicht, denn, wie ein Sprecher der Stadt sagte, habe die Untersuchung keinen krtischen Wert ergeben.

Wie wird der Legionellen Wert ermittelt?

Der Grenzwert hierfür liegt nämlich bei 10.000 KBE. Was bedeutet eigentlich dieser Wert und seine Einheit? KBE steht für kolonienbildende Einheiten pro 100 Milliliter. Gemessen wird also im Wasser die Anzahl der Legionellen, die – zur Verdeutlichung – in der Wassermenge eines halben Schnapgläschens vorkommt. Ist diese Anzahl von Bakterien niedriger als 10.000 Exemplare, wird nicht von einem kristischen Stadium gesprochen.

Was sind Legionellen?

Doch was macht die Ermittlung der Legionellen-Kulturen so wichtig? Legionellen sind Bakterien, die Legionellose, auch bekannt als Legionärskrankheit, erregen können. Die Bakterien sind zu 90 – 95% aller Fälle für die Erregung der Krankheit verantwortlich, eine Krankheit, die eine im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Lungenentzündung hervorrufen kann. Sogar schwerwiegende Infektionen, etwa der Atemwege oder der Hirnhaut sind in ganz seltenen Fällen möglich.

Entwarnung für die Hagenbachhalle

In Schwäbisch Hall besteht jedoch kein Grund zur Sorge vor solchen Horrorszenarien, da hier nur 2300KBE aus dem Duschkopf kam – Also nicht einmal ein Viertel des kritischen Wertes. Im Wassertank lag der Wert dagegen sogar bei Null! Daher, so die Diagnose, sind wohl nur die Zuleitungen und Duschköpfe belastet. Die Leitungen können durchgespült, die Duschköpfe ausgewechselt werden. Also alles sauber, in der Hagenbachhalle in Schwäbisch Hall.

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5 Tipps zum Wassersparen im Bad

16. Februar 2014
Petra Bork  / pixelio.de

Petra Bork / pixelio.de

Mehr als 125 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsch pro Tag. Ein europäischer Mittelwert, von dem der größte Anteil auf das Konto des Badezimmers geht. In den letzten Jahren wurde der Wasserverbrauch  hierzulande bereits deutlich reduziert, was einerseits dem besseren Umweltbewusstsein, aber auch verbesserten Wasserspargeräten zuzuschreiben ist.

Dennoch: Im Badezimmer wird das meiste Trinkwasser verbraucht, konkret knapp 40 Liter fürs Baden und Duschen und mit gut 35 Litern knapp dahinter die Toilette. Mit einem weiten Abstand (ca. 15 Liter) folgt die Waschmaschine – bei manchen steht sie ja auch im Badezimmer.

40 Liter Duschen und 37 Liter Toilette – Die Top-Wasserverbraucher

Ca. 2/3 des Wasserverbrauchs entsteht im Badezimmer. Die Körperhygiene ist uns Deutschen anscheinend wichtig, sonst wären die Statistiken nicht so eindeutig. Mit fast 40 Litern verbrauchen Deutsche das meiste Wasser am Tag für die Dusche, die Badewanne, bzw. Hände waschen und Zähne putzen. Knapp dahinter folgt die Toilettenspülung – Gut, der Toilettengang ist ja nicht zu vermeiden, mit einer entsprechenden Spülvorrichtung aber deutlich sparsamer gestaltbar.

Und damit beginnen nun auch unsere 5 Tipps zum Wassersparen im Bad:

1. Bis zu 9 Liter Wasser spülen wir im wahrsten Sinne die Toilette herunter. Aktuelle Toilettenspülkästen schaffen Abhilfe und reduzieren mit Hilfe eine zusätzlichen Spültaste auf einen Verbrauch von nur noch 5 Litern pro Spülung. Übers Jahr gesehen sind hier Tausende Liter Ersparnis „drin“.

2. Klar, manchmal ist ein heißes Vollbad einfach schöner. Die Dusche ist aber sparsamer als die Wanne. Eine durchschnittliche Wanne fasst nämlich 200 Liter Wasser. Mit einer solchen Menge des kostbaren guts können Sie gut und gerne 3 – 4 Mal duschen gehen.

3. Mit Wasser laufen die Kosten – Vor allem beim Zähneputzen oder beim Einseifen in der Dusche sammeln wir Kubikmeterweise Wasserkosten an, indem wir den Wasserhahn laufen lassen. Versuchen Sie, sich das abzugewöhnen, es ist gar nicht so schwer und der blick auf die Wasserrechnung dann auch nicht mehr.

4. Nutzen Sie das volle Fassungsvermögen Ihrer Waschmaschine. Für zwei, drei Kleidungsstücke lohnt sich der kostenintensive Betrieb nicht, da können Sie alternativ auch einmal das Waschbecken volllaufen lassen, Waschpulver einstreuen und die Wäsche dort einlegen.

5. Mit technischen Hilfsmittel sparen Sie eine Menge Wasser – Wie zum Beispiel mit einem unserer innovativen Sparduschköpfe oder auch einem Durchflussbegrenzer – Schauen Sie mal im Shop vorbei, Investitionen, die sich auszahlen werden!

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Wird Wasser in Israel ungerecht verteilt?

13. Februar 2014
Roger Mladek  / pixelio.de

Roger Mladek / pixelio.de

Diese Frage stellte nicht nur Martin Schulz, deutscher EU-Parlamentschef von der SPD, diese Frage ist nun auch in der gesamten Region sehr präsent. Endlich?, kann man fragen, denn nach Aussage des Politikers, der kürzlich in der Knesset, dem Israelischen Parlament, sprach, erhalten Palästinenser wesentlich weniger Trinkwasser als Israelis.

Zunächst einmal sorgte Schulz mit seiner Knesset-Rede für einen Eklat. Sowohl Lob als auch Empörung waren unter den Reaktionen gegenüber dem Deutschen. Der Regierungschef Israles, Netanjahu bezeichnet Schulz‘ Aussagen als „selektiv“.
Doch es regt sich im Nachhinein auch einiges an Widerstand im Allgemeinen gegen die vermeintliche Wasserpolitik des Staates. Die Verhältnisse der Wasserverteilung zwischen Israelis und Palästinensern werden hinterfragt, alle reden nun übers Wasser in Israel.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat einen Stein ins Rollen gebracht, indem er die vermeintlichen Missstände der Wasserverteilung ansprach. Von vielen der so Angegriffenen wird behauptet, die Zahlen seien nicht fundiert und schlichtweg falsch, wie etwa der Israelische Sicherheitsminister Yuval Steinitz, der sagt, die Verhältnisse zwischen israelischen Städtern und palästinensischer Landbevölkerung seien nicht annähernd so drastisch wie durch Schulz skizziert. Auch vor Diskriminierung möchte der Minister sein Land verwahrt wissen.

Die Frage ist, ob die von Steinitz entgegengebrachten Zahlen ihrerseits korrekt sind und alle relevanten Daten miteinbeziehen. So kann man davon ausgehen, dass ländliche Bereiche, vor allem im Westjordanland, wesentlich weniger Wasser zur Verfügung haben, als die 180 Liter pro Tag und pro Kopf, die laut Steinitz in Israel zur Verfügung stehen sollen.

Vielleicht wollte auch Martin Schulz eher diese Undurchsichtigkeit der öffentlich zugänglichen Zahlen andeuten, als er Jugendliche zitierte, mit denen er selbst über das Thema Wassergerechtigkeit gesprochen hatte. Von 70 Litern eines Israeli, bzw. nur 17 Litern eines Palästinensers pro Tag waren die Rede – Auch in Schulz‘ Rede in der Knesset.

Experten sagen, die konkreten Zahlen seien so nicht korrekt, aber die Relation sei tatsächlich gegeben.

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Verpflichtende Dichtheitsprüfung als Rechtsverordnung

25. Januar 2014

Ja, sind sie denn noch ganz dicht? Wasserrohre müssen es sein, das besagt die Satzung der NRW-Landesregierung, die bereits 1995 die Dichtheitsprüfung als Teil der Bauordnung eingeführt hat. Nun sind Bauherren, bzw. Hausbesitzer in der Pflicht, die von ihnen betriebenen Abflusssysteme auf deren volle Funktionalität zu prüfen. Das heißt, es darf kein Abwasser austreten und in das Grundwasser gelangen kann. Das ermittelt man mittels Dichtheitsprüfung.

Für wen ist die Dichtheitsprüfung Pflicht?

Durchzuführen ist die Rohrprüfung von allen Hauseigentümern, die in einem Wasserschutzgebiet wohnen, bzw. dort Wohnhäuser mit Abwasserleitungen haben.
Leitungen, die vor 1965 gelegt wurden, müssen bis 31.12.2015, Leitungen, die nach 1965 gelegt wurden bis 31.12.2020 einer Dichtheitsprüfung unterzogen werden.

Welche Mängel kann die Dichtheitsprüfung aufzeigen?

Ziel der Kanalprüfung ist die Analyse auf Funktionsfähigkeit. Ist diese, etwa durch Porosität oder Löcher, nicht gegeben, besteht Sanierungsbedarf. Dabei wird in drei Klassen unterteilt: Schadensklasse A bezeichnet Einsturzgefahr von Abflussrohren, Klasse B mittler Schäden mit Bedarf an einer Rohrsanierung binnen 10 Jahren, bei geringen Schäden ist bis auf Weiteres keine Kanalsanierung nötig.

Kosten für Dichtheitsprüfung und Kanalsanierung

Als Grundlage der Kostenkalkulation dient die Länge des zu prüfenden Rohres. Es gibt zudem unterschiedliche Methoden zur Durchführung der Dichtheitsprüfung, die ebenfalls einen Kostenfaktor darstellen. Zuletzt bestimmt der Dienstleister die Kosten für die Dichtheitsprüfung. Als grobe Orientierung können aber zwischen 400 und 1600€ anfallen.

Steht eine Kanalsanierung an, folgen dieser natürlich auch zusätzliche Kosten. Diese sind stark variabel und hängen natürlich ebenfalls von der Länge, aber auch dem Zustand des Rohres oder der Kanalanlage ab. Pro Meter kann die Kanalsanierung Kosten von ca. 250€ verursachen. Je nach Lage des jeweiligen Gebäudes steigt ggf. auch der Preis für die Rohrsanierung. In Innenstädten können sie somit schnell in den fünfstelligen Bereich steigen.

Wenn die Dichtheitsprüfung nicht durchgeführt wird…

…ist das eine Ordnungswidrigkeit nach § 161 Abs. 4 LWG. Diese kann eine Strafe von bis zu 50.000€ nach sich ziehen, liegt aber erfahrungsgemäß deutlich darunter.

Mehr Infos zum Thema liefert auch dieses Video:

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Legionellen-Befall: Münchener Haushalte mussten aufdrehen

21. Januar 2014

Sie sind winzig klein und haben die Form von Stäbchen: Legionellen. Und obwohl sie so klein sind, können sie beim Menschen große Probleme verursachen, wie Durchfall oder in seltenen Fällen sogar eine tödliche Lungenentzündung. Legionellen leben im Wasser, auch in unserem Trinkwasser, das wir täglich aus dem Hahn gewinnen. Eine Konzentration von 100 Exemplaren auf 100 Milliliter ist nicht Besorgnis erregend, um das 100-fache höher war der Bestand in einigen Münchener Haushalten dieser Tage.

Der damit „extrem hoch“ eingestufte Legionellen-Bestand war für die Bewohner eines Wohngebietes im Münchener Stadtteil Blumenau gesundheitsgefährdend. Das hatte eine gesetzlich vorgegebene Prüfung der Trinkwasserqualität, nicht nur in diesem Bereich der Stadt, ergeben. Alle Hausbesitzer mit einem Wasserspeicher von über 400 Litern wurden nach der Verordnung verpflichtet, ihren Trinkwasserbestand auf mikrobakteriellen Befall hin prüfen zu lassen.

Viele Münchner Haushalte mussten Wasservebrauch einschränken

Allen Vermietern und Hausbesitzern stand nun die Aufgabe ins Haus, Wasserproben labortechnisch prüfen zu lassen, um die ggf. Gefahr einer Gesundheitsbelastung zu erkennen. Die Frist dafür war seinerzeit bereits um mehr als ein Jahr verlängert worden und dennoch gibt es noch immer Hauseigentümer, die mit der Lieferung ihrer Laborwerte in Rückstand sind. Bis zu 25.000€ Strafe können in diesem Fall erhoben werden. So kontaktieren die Hausbesitzer Trinkwasserlabors, die mit der Analyse der Wasserproben beauftragt werden. Diese haben gut zu tun, denn es sind nach Schätzungen des Münchner Gesundheitsreferendariats ungefähr 50.000 Münchener Wohnanlagen, die für die Prüfung in Frage kommen. Ungefähr 5.000 davon seien bisher auffällig gewesen, so die Behörde.

2013 wurden wegen überhöhter Legionellenwerte mehrmals Nutzungseinschränkungen oder gar Verbote ausgesprochen. Um dem Befall durch Lamellen entgegenzuwirken, wird eine thermische Desinfektion angewandt. Diese funktioniert eigentlich ganz einfach, indem die Wasseranschlüsse eines Gebäudes mit einer Temperatur von 70°C geöffnet werden. Das heiße Wasser macht den Legionellen den Garaus und erlaubt es den Bewohnern, wieder guten Gewissens ihre Dusche zu benutzen.

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Dürre in Kalifornien – Einwohner müssen Wasser sparen

18. Januar 2014

La-Liana / pixelio.de

Wasser sparen – Was viele Menschen hierzulande aus Umweltbewusstsein tun, muss im US-Bundesstaat Kalifornien zur Zeit aus purer Wasserknappheit getan werden. Jerry Brown, der Gouverneur des Staates, rief für Kalifornien den Notstand wegen Wasserknappheit aus und rief alle Einwohner auf, das kostbare, flüssige gut so gut wie möglich zu sparen.

Um 20%, so empfahl das politische Oberhaupt Kaliforniens dringend, solle jeder Bürger den Wasserverbrauch senken. Seit Monaten leidet der Staat unter Trockenheit, so sehr, wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Grund ist nicht nur die gewohnte Wärme, sondern der ausgefallene Winterniederschlag. Die Wasserreserven Kaliforniens sind so gut wie aufgebraucht und selbst die sonst verschneiten Gipfel der Sierra Nevada sind fast schneefrei. Eigentlich sind die Kalifornier im Sommer auf das Wasser aus der Schneeschmelze angewiesen.

Ganz Kalifornien liegt auf dem Trockenen – Feuer breiten sich aus

Wie ernsthaft und weitreichend das Problem ist, zeigen zwei Satellitenaufnahmen von Kalifornien aus dem Januar 2013, verglichen mit einer aktuellen Aufnahme. Darauf sind die nahezu schneefreien Gipfel der Gebirgskette im Osten Kaliforniens zu sehen, sowie die sonst grüne kalifornische Ebene, die jetzt von der Wasserknappheit gezeichnet ist. Schon im Jahr 2009 hatte der damalige Gouverneur Schwarzenegger den Notstand ausrufen müssen.

Auch die Gefahr für Waldbrände steigt natürlich bei einer derartigen Dürre um ein Vielfaches an. So wüteten diese Woche in der Nähe von Los Angeles großflächige Feuer, die Wohngebiete in der Peripherie der Millionenmetropole bedrohen. Die Brände war Donnerstag bei einer Kleinstadt östlich von Los Angeles ausgebrochen und hat seitdem mehrere Quadratkilometer Wald zerstört, zusätzlich angetrieben von starken Winden.

Dass Dürre und Brände miteinander einhergehen, ist man nicht nur in Los Angeles gewohnt. Eine Gewohnheit, die das Löschen von Bränden mit dem ohnehin schon sehr knappen Wasser jedoch auch nicht leichter macht. Es könnte eines der trockensten Jahre in Kalifornien seit sehr langer Zeit werden.

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