Schutzmaßnahmen der Wasserförderung

Schon eine Kleinstadt in Deutschland verbraucht täglich Millionen Liter Trinkwasser. Dafür muss im wahrsten Sinne eine Quelle erschlossen sein, wie zum Beispiel Brunnen oder auch Flussuferbereiche. Insbesondere Letztere bedürfen eines umfassenden Schutzes und sind daher in Schutzzonen eingeteilt. Das zukünftige Trinkwasser wird somit schon bei seiner Entstehung geschützt.

Ein konkretes Beispiel sind die Stadtwerke Hilden. Der Ort liegt zwischen Düsseldorf und Köln, sowie bei einem Wasserbedarf von 5 Millionen Litern Trinkwasser am Tag. Grundstoff ist das so genannte Rohwasser, dass für den Verbrauch noch aufbereitet wird. Es stammt zu fast der Hälfte aus Rheinwasser. Dieses wird natürlich nicht einfach aus dem Fluss geschöpft, sondern vom Rheinufer.
Dazu wird das Flusswasser genutzt, das bereits durch Kies und Sand gesickert und in 30 Metern Tiefe zu Grundwasser geworden ist.

Die Schutzzonen der Trinkwassergewinnung an Flüssen

Rund herum gibt es Schutzzonen, die für die Beibehaltung der Wasserreinheit sorgen sollen. Die unmittelbare Umgebung, Schutzzone 1, schließt Umzäunung und Mäharbeiten ein. Durch den kleingehaltenen Pflanzenbewuchs sollen Verunreinigungen sofort erkannt werden.
Die umliegenden Schutzzonen regeln Maßnahmen im größeren Rahmen. So dürfen sich zum Beispiel in Schutzzone 2 keine Betriebe ansiedeln, die für das Grundwasser gefährliche Stoffe verarbeiten.
Schutzzone 3 betrifft zum Beispiel die umliegenden Felder hiesiger Landwirte. Diese dürfen innerhalb der Zone bestimmte Pflanzenschutzmittel nicht auf ihren Feldern einsetzen.

Was kann jeder einzelne zum Wasserschutz beitragen?

Jeder kann einen Beitrag leisten. Anstatt lediglich Verbraucher zu sein, kann man sich darauf besinnen, den Wasserkreislauf nicht im eigenen Haushalt zu kontaminieren. So sollten auf keinen Fall Medikamente oder Farben in der Toilette heruntergespült werden. Auch umweltbewusstes Waschen und Spülen trägt zu einer besseren Wasserqualität bei.

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