Verbleite Leitungen müssen ausgetaucht werden

Schon Mitte des Jahres wurde der obligatorische Austausch alter Bleileitungen viel diskutiert, nun ist es soweit, die Leitungen müssen weg, weil sie das Wasser verschmutzen. Für die Wasserkonsumenten und -Nutzer ist es eine wichtige und gesundheitsfördernde Maßnahme, für die Hauseigentümer und Vermieter ist es ein teilweise großer Kostenfaktor. Oder?

Bleifrei trinken – Der Hintergrund

Viele Häuser, die zwischen 1870 und 1971 gebaut wurden, sind mit Bleirohren als Wasserleitungen ausgestattet worden. Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass das Wasser in den Leitungen Blei aus den Rohren aufnimmt und somit beim Verzehr in den menschlichen Körper gelangt. Vor allem für Kinder und Schwangere ist die Gefahr einer Bleivergiftung vorhanden.

Seit 1973 werden daher keine Bleirohre mehr verbaut und am 01.01.2003 wurde mit einer neuen Trinkwasserverordnung der Höchstwert für Blei im Trinkwasser auf 0,025 Milligramm pro Liter festgesetzt. Dieser ist nun, seit dem 01.12.2013 wiederum gesunken, und zwar auf 0,01 mg/l.
Alle Bleileitungen, deren ausgegebenes Trinkwasser diesen Wert nun noch überschreiten (und das sind in der Regel alle), müssen durch die Hausbesitzer ausgetauscht werden.

Manche Ideen gehen in Richtung Auskleidung von Bleirohren, diese werden jedoch von Experten nicht als permanent wirksame Lösung angesehen.
Hausbesitzer, die ihre Rohre nicht austauschen, können gegebenenfalls sogar rechtlich dazu verpflichtet werden. Immerhin bieten einige Wasserversorger, wie zum Beispiel die kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL), unter Umständen eine finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung der neuen Statuten zum bleifreien Trinken an. Statistisch nutzen jedoch nur wenige Hausbesitzer die Initiativen ihrer örtlichen Wasserversorger, dabei reicht oftmals ein einfacher Antrag. Die KWL ersetzt so fast 14.000 alte Bleirohre durch moderne Exemplare aus Kunststoff.

Wie erkennt man, ob Rohre aus Blei bestehen?

Wer sich fragt, ob im eigenen Haushalt Bleirohre das Wasser liefern, kann durch einen einfachen Test auf Bleirohre prüfen. Bleirohre sind silbergrau, weich und lassen sich einfach mit einem Haushaltsmesser einritzen. Auch akustisch unterscheiden sie durch ein dumpfes, nicht-metallisches Geräusch von anderen Materialien.

 

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