Veröffentlicht am

Anhaltende Dürre in den USA

Wo wir in Deutschland uns Gedanken darüber machen, wie wir noch mehr Wasser sparen können (teilweise grundlos), haben die Menschen im Südwesten der USA ganz andere Sorgen. Sie leiden seit mehreren Jahren unter einer anhaltenden Wasserknappheit, die sich mehr und mehr zu einer nie dagewesenen Dürre-Katastrophe auswächst. Kaum zu glauben in einem Land wie den USA.

Jahre der Dürre belasten auch die Wirtschaft

In den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Hoover-Damm errichtet. Er versorgt die umliegenden Staaten mit Strom, erzeugte aber auch ein gigantisches Wasserreservoire. Während andere, kleinere dieser Reservoirs bereits vollkommen versiegt sind, ist der Stausee am Hoover-Damm natürlich noch immer da. Doch er ist auf dem niedrigsten Wasserstand seit seiner Erschaffung.

Vor allem die naheliegende Großstadt Las Vegas trifft dieser Zustand schwer. Die Bewohner sind von den Wasserreserven vom Staudamm abhängig. Auch würde die Obst- und Gemüseproduktion des gesamten Landes enorm leiden, sollte die Dürre weiterhin in diesem Maße anhalten. Im kalifornischen Central Valley ist die Agrarwirtschaft in ihrer Existenz bedroht.

Mehrere Staaten ohne fließendes Wasser

Doch nicht nur in Kalifornien, auch in anderen Staaten wie Ohio sitzen die Menschen auf dem Trockenen. In manchen Gebieten gibt es noch Trinkwasserflaschen in den Supermärkten. Anderswo nutzen die Menschen das Kondenswasser der Klimaanlagen für die Toilettenspülung. In einigen Regionen müssen die Behörden durch Lieferungen dafür sorgen, dass die US-Bürger nicht verdursten.

Es ist eigentlich unvorstellbar, dass in einem führenden Industrieland wie den USA so etwas möglich ist, doch staatenübergreifend haben Hunderttausende kein fließendes Wasser.