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Große kommunale Unterschiede bei Wasserkosten

Wie hoch unsere Wasserkosten sind, das hängt nicht ausschließlich von unserem Wasserverbrauch ab. Auch der bloße Wohnort hat einen großen Einfluss auf den Geldfluss wenn das Wasser fließt. Dabei sind jährliche Unterschiede von mehreren Hundert Euro an Wasserkosten möglich – und das auf kommunaler Ebene!

Beispiele für Wasserpreise aus NRW und Bayern

Aktuelle Fälle von der Wasserkosten-Front zeigen, wie sehr sich die Menschen mit dem kostbaren Nass beschäftigen müssen. Wie ein Beispiel aus Bayern zeigt, können sich teilweise riesige Unterschiede in den Wasserkosten einzelner Kommunen ergeben. Die Preise für Wasser (inklusive Zähler- und Kanalgebühr) variieren extrem. So zahlt man pro Jahr im einen Ort nahe München 520€, 200km weiter nördlich, bei Nürnberg, ist es mit 170€ nur ein Drittel der Wasserkosten!

Gemeinde in NRW beschäftigt sich mit Wasserpreissystem

In Grevenbroich, NRW, erwägt man gerade ein einheitliches Wasserpreissystem. Eine entsprechende Forderung hatte laut RP Online der örtliche Bauverein gestellt. Sicherlich ließen sich so oben skizzierte „bayerische Verhältnisse“ besser vermeiden. Doch vor allem die soziale Komponente in dem neuen System wird von Kritikern angesprochen. Aus Bau- und Wohnvereinen kommt die Befürchtung, das neue System sei unsozial und belaste diejenigen, die ohnehin schon finanziell schwach dastünden.

Das hält die Niederrhein Energie und Wasser (NEW) für falsch, denn ihr Plan solle der Entlastung von Vielverbrauchern – etwa kinderreichen Familien – einleiten und eher Geringverbrauchern mehr Kosten bescheren.
Der hiesige Bauvereinsvorstand kündigte Prüfungen und eventuelle Sammelklagen an.