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Wege aus der Wassernot

Die Welternährungsorganisation FAO gibt an, dass 40 Prozent der Welternährung auf der künstlichen Bewässerung von Land basieren- knapp zwei Fünftel von diesen bewässerten Flächen werden wiederum mit Grundwasser feucht gehalten. Dieses Problem erreicht mittlerweile globale Dimensionen.

Der Spiegel der Aquifere, der Grundwasserleiter im Boden sinkt in einigen der heute landwirtschaftlich produktivsten Regionen der Welt stetig ab, da dort zu viel Wasser aus der Tiefe gepumpt wird. (im Weizengürtel im mittleren Westen der USA beispielsweise um bis zu 40 Meter in den vergangenen 50 Jahren)

Hydrologen, wie z.B. Marc Bierkens von der Universität Utrecht verfolgen diesen Trend mit Sorge und sehen dringenden Handlungsbedarf:

„Wir müssen Wege finden, um weniger Wasser zu verbrauchen. Die Bewässerungssysteme müssen effizienter werden. Noch gehen rund 50 bis 70 Prozent des Wassers während des Transports und der Anwendung verloren“

Marc Bierkens hat berechnet, dass derzeit weltweit pro Jahr rund 283 Kubikkilometer mehr an Wasser aqus dem Untergrund gefördert wird, als sich durch versickerndes Oberflächenwasser nachbilden kann. Schließlich fließt das im Übermaß geförderte Grundwasser ins Meer- der Mensch trägt somit direkt zum Anstieg der Meerwasserspiegels bei: rein rechnerisch um rund 0,7 Millimeter pro Jahr. Wasser sparen ließe sich mit besserer Technik wie der Tröpfchenbewässerung- dabei wird das Wasser nicht mehr versprüht, sondern bedarfsgerecht direkt an die Wurzeln der Pflanzen geleitet.

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