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Wenn es Streit um Wasserkosten gibt

Wenn es ums liebe Geld geht, verstehen die meisten keinen Spaß mehr. So ernst wird es zwischen Vermietern und Mietern manchmal, wenn es um die Wasserkosten in der Wohnung geht, vor allem dann, wenn die Wasserkosten scheinbar ungleich verteilt sind. Wir haben einige grundlegende Fragen und Fakten rund um die Wasserkosten zusammengetragen.

Was beachten bei Warmwasserkosten?

Warmes Wasser – wir haben es auch schon in unserem Online Shop für Wassersparer thematisiert – ist sehr viel kostspieliger als kaltes. Denn um das Wasser zu erhitzen, sind relativ hohe Energiemengen nötig. Daher beachten Sie: Die Warmwasserkosten zählen zu den Heizkosten! Der Vermieter muss diesen Posten verbrauchsunabhängig abrechnen, so will es die Heizkostenverordnung. Tut er dies nicht, kann der Mieter eine 15%ige Kürzung seiner Heizkosten erwirken.

Ist ein Wasserzähler Pflicht?

Jedes deutsche Bundesland beantwortet diese Frage für sich selbst. Wasserzähler sind natürlich praktisch, um die individuellen Wasserkosten jedes einzelnen Verbrauchers zu ermitteln, doch es geht auch, wenn er nicht vorhanden ist. In diesem Fall werden die Wasserkosten durch den Versorger ermittelt.
Zwar müssen Wasserzähler regelmäßig geeicht werden, doch sicher ist, dass sie helfen, eine ganze Menge Streit um die Wasserkosten zu vermeiden.

Wie funktioniert die Wasserkosten Umlage?

Der Vermieter hat hier zwei Modelle zur Auswahl. Er kann entweder nach Wohnfläche und der Anzahl der Bewohner die Wasserkosten ermitteln. Wenn dieser Wasserkosten Verteilerschlüssel nicht vorliegt, werden die schieren Quadratmeterzahlen der Wohnung zu Grunde gelegt. Hier kommt oft ein Ungerechtigkeitsdenken auf bei Slleinstehdnen in großen Wohnungen, sprich „Warum habe ich alleine mehr Wasserkosten, als die 4-köpfige Familie?“.

Zusätzlich zu den reinen Kosten für den Wasserverbrauch werden diesen so genannten „umlegbaren Betriebskosten“ auch Gelder für die Technik hinzuaddiert. Dies betrifft zum Beispiel eine Wasseruhr oder eine eventuell vorhandene Aufbereitungsanlage. Zudem fließen auch die Entwässerung, Kanalgebühren, sowie Reinigungs- und Kläranlagenkosten mit in die allgemeinen Wasserkosten ein.